Verwirrung um die D-Jugend Spielfeldgröße im 9 gegen 9
Viele Trainer fragen immer wieder ob die ganze Breite des Platzes nutzbar ist oder nicht und es kommen auch häufiger Fragen auf, dass der Strafraum dann ja viel zu groß wäre. Ich verweise mal als erstes auf die Vorgaben des Verbandes:
- gespielt wird auf einem verkleinerten Großspielfeld von Strafraum zu Strafraum*
- der Strafraum ist 12 Meter im Rechteck um das Tor zu kennzeichnen
- die Seitenauslinien sind vom 12 m Strafraum im Abstand von 10 m nach außen zu ziehen
- der Strafstoßpunkt ist 9 m von der Torlinie im Strafraum zu kennzeichnen
- es wird auf Kleinfeldtore (5 x 2 Meter) gespielt (Die Tore sind gegen Umfallen zu sichern!)
- die Linienkennzeichnung kann auf dem ganzen Feld mit flachen Hütchen durchgeführt werden
Somit beantworten sich ein Großteil der Fragen letztendlich von selbst. Die Feldgröße ist eine Vorgabe, allerdings sollte man davon abkommen bei jedem Platz von 5 Metern einrücken zu sprechen, nicht jeder Großfeldplatz ist die Maximalbreite von 60 Meter breit. Bei schmaleren Plätzen reicht es wenn man kaum einrückt. Letztendlich gibt die Grafik eine genaue Vorgabe:
Der Platz ist insgesamt inklusive Tor 49 Meter breit. Das Tor an sich hat 5 Meter, von beiden Pfosten aus gibt es einen 12 Meter entfernten 16 Meter-Raum (also ein 12 Meter-Raum) von dort aus sind es noch mal 10 Meter bis zu den Eckfahnen. Der Strafraum geht 12 Meter nach vorne ins Feld und jeweils 12 Meter von den Pfosten seitlich ab. Somit hat der Torwart bei einem korrekten Aufbau vom Rand des Strafraums bis zur Auslinie 10 Meter, ich denke nicht dass dies dann sehr eng ist. Wenn man natürlich den Großfeld Strafraum benutz ist der Abstand zu klein. Man sollte also nicht generell von Einrücken sprechen sondern sich gerade bei der Breite einfach an die genauen Zahlen des Verbandes halten, die auf der Grafik exakt dargestellt sind.
Die Länge variiert dann je nach Feld, aber auch im „richtigen“ Großfeld aufs gesamte Feld variiert die Länge ja zwischen 90 und 120 und die Breite zwischen 40 und 60 90 Metern, somit muss man so oder so mit unterschiedlichen Feldern leben lernen.
Nach meiner persönlichen Erfahrung funktioniert das System mit der 4-er Kette bei korrektem Aufbau absolut problemlos, etwas weniger Breite macht es den Jungs sogar viel leichter seitliches Verschieben und auch frontales Verschieben zu praktizieren, ohne dass geringe Fehler sofort extrem bestraft werden. Wenn man konsequent den von David erklärten Kessel im Spielaufbau aufbaut und die Außenverteidiger mutig und hoch aufstellt ist die Breite für einen ordentlichen Spielaufbau absolut perfekt, gerade eine technisch gute Mannschaft sollte damit kein Problem haben.
Natürlich ist der Gegner etwas näher wie es früher in der D-Jugend auf dem gesamten Feld war, nur vom Lerneffekt her ist es besser wenn die Kinder etwas mehr Druck haben beim Spielaufbau, denn später mal wenn sie größer werden, wir der Platz und die Zeit für den Spielaufbau auch immer weniger, weil sie sich körperlich so weit entwickeln dass der Druck auch auf dem großen Feld schneller da ist. Somit ist die Situation jetzt viel spielnäher vom Ausbildungsgedanken her als sie früher jemals war, da eine viel realistischere Situation entsteht.
Natürlich brauchen die Jungs eine Weile und werden am Anfang Fehler machen. Wenn man Spielaufbau betreibt ist er immer zuerst fehleranfällig bevor man ihn problemlos und fehlerfrei spielen kann. Gerade das Umschalten in die Offensive in der vorderen Viererkette und das Drehen von einer flachen Kette auf eine 6 und eine 8 in der Mittelfeldkette muss erst mal geübt werden und kommt nach und nach.
Bei einem korrekten Aufbau kann aber problemlos Viererkette gespielt werden, denn wenn man sich die Zahlen des Verbandes mal anschaut und erkennt, dass man auf 49 Meter kommt, dann ist es eh kaum weniger breit als viele Amateurfußballplätze. Auf den meisten Plätzen wird ein Einrücken um 2-3 Meter völlig reichen, denn ich denke die wenigsten Vereine haben ein Spielfeld mit der maximalen Breite von 90 Metern. Meine Empfehlung ist, die Tore aufbauen und einfach mit Schritten und Hütchen genau die Meter abmessen, die der Verband vorgibt.
Matias Blasenbreu
Eine Zusammenfassung zum Thema 9 gegen 9 findest Du hier:
http://www.dvdfussballtrainer.de/3444-9-gegen-9-was-du-wissen-solltest.html







Was meinst Du dazu?
Schenk Jürgen schrieb am 19. August 2011 um 11:56 Uhr:
Ich vermisse die 2. Variante für das Spielfeld der D-Jugend
das halbe Grossfeld quer!!!
Ist für mich die beste Variante! Bitte kurze Rückinfo!
Josef schrieb am 19. August 2011 um 14:12 Uhr:
Die Aussage ist nicht richtig:
Die Länge variiert dann je nach Feld, aber auch im „richtigen“ Großfeld aufs gesamte Feld variiert die Länge ja zwischen 90 und 120 und die Breite zwischen 40 und 60 Metern, somit muss man so oder so mit unterschiedlichen Feldern leben lernen.
Ein Platz muss 45-90 Meter Breite nach nationalen Regeln haben. Auch bei den Amateuren. Sonst dürfen keine Punktspiele darauf stattfinden.
Die meisten Vereine(zumindestens im oberbayrischen Raum) haben min. 60 m Breite und mehr.
Daher ist die Option halbes Großfeld auch für viele ideal, wenn man von einem normalen Platz mit 100*(60-70) ausgeht.
Ich kann mich nicht erinnern, jemals in meiner Fussballzeit auf einem 40 Meter breiten Platz gespielt zu haben. Das ist ja nur Strafraumbreite.
Matias schrieb am 19. August 2011 um 16:03 Uhr:
@ @ Josef: es ist selten, aber es ist der Regel nach
die minimale Breite, und nur dass steht da! 90 Meter
Breit darf ein Feld sein, aber das ist doch sehr selten die meisten Felder in Oberbayern liegen zwischen 60 und 70 Metern, dass ist korrekt. Es steht aber ja auch deutlich da, dass man sich einfach an die Maße des Verbandes halten sollte. Bei einem 100 Meter langen Feld erreicht man ja auch die erforderlichen 50 Meter Breite. Uns haben eben viele Fragen erreicht, dass es für eine Viererkette zu eng wäre und nur dass wird hier beantwortet. Also ich denke was die Breite angeht sollte man sich an die Maße halten die klar angegeben sind.
Die Maße sind klar auf 49 Meter Breite festgelegt vom Verband ich habe kein Problem mit der Variante quer zu spielen wenn das Feld circa 70 Meter breit ist. Ich denke nur auch, und auch dass soll meine Aussage deutlich machen, wenn man sich an die Verbandsmaße hält ist das Feld breit und lang genug für eine Kette und Spielaufbau. In München haben schon viele Vereine knappe 60 Meter Breite, da denke ich quer spielen ist nicht Ideal aber geht sicher auch wenn man Probleme hat alle Spiele unterzubringen. Die länge ist denke ich eh kaum ein Argument für oder gegen Viererkette.
Wir wollten in erster Linie darlegen, dass man wenn man sich an die Verbansmaße hält genug Breite für Viererkette und Spielaufbau hat. Wenn man also eine groß genuges Feld für circa 70 x 50 Meter hat auf einer Hälfte spricht nichts gegen die variante ein halbes Feld zu benutzen. Wenn das im Artikel anders rüber kommt ist es schlecht formuliert. Ich denke wenn man von normal 100 Meter Länge aus geht und knappe 30 Meter für beide 16er abzieht sollte man knappe 65-70 Meter Länge erreichen, hat der Platz die Breite sehe ich da kein Problem
(P.S: es gibt 2 Plätze die ich persöhnlich Spiele die 44 Meter Breite haben und wirklich nur 1 Meter bis zur Eckfahen haben, aber ich geb dir recht es sind Außnahmen, dass ist schlecht formuliert)
Bernd Klaus schrieb am 19. August 2011 um 20:50 Uhr:
Liebe Sportfreunde,
Viererkette hin oder her – dieses verkleinerte Spielfeld nervt! Unsere D-2 (1.SC Feucht, 2000er jahrgang) hat bereits 1 Jahr Großfeld hinter sich. Die Jungs haben sich schnell daran gewöhnt. Jetzt geht es wieder zurück in den Kindergarten. Und das schlimme dabei ist tatsächlich, dass kaum ein Verein die vorgeschriebene Feldgröße hin kriegt.
Da wird quer auf A-Platz Halbfeld gespielt. Völliger Unsinn – das hatten wir schon in der E-1 als 6+1 gespielt wurde. Das Streuen eines 8+1 Feldes wird von vielen gar nicht durchgeführt. Klar – am nächsten Tag spielen die Senioren an selber Stelle. Und – die Größe der Tore (Kleinfeldtore) stimmt natürlich auch nicht mehr. Viel zu klein in Relation zur vorgegebenen Feldgröße. Das Ganze ist ein ziemlicher Witz. Das angestrebte Kurzpass-Spiel lässt sich auch auf Großfeld praktizieren.
Regrads
Bernd
Thomas schrieb am 19. August 2011 um 22:15 Uhr:
Ich bin sehr erstaunt darüber, dass in Deutschland der 9er-Fussball bei der D-Jugend erst jetzt eingeführt wurde. In der Schweiz spielen die D-Junioren schon lange 8+1 auf das verkleinerte Grossfeld. Horst Wein (Autor von “Fussball kindgemäss trainieren”) hat 15 (!) Gründe aufgelistet, warum es besser ist, wenn unter 13-Jährige Fussball 8:8 spielen. Durch die geringere Spielerzahl und die verkleinerte Spielfläche sind die Kinder mehr am Spiel beteilig: das heisst, mehr Ballkontakte, mehr Torraumszenen (und folglich auch mehr Tore ), mehr Offensiv- und Defensivaktionen. Ausserdem lernen die Spieler, unter erhöhtem Druck zu agieren (was im modernen Fussball immer wichtiger wird).
Wir spielen mit unserer D-Jugendmannschaft in der höchsten Regionalliga der Ostschweiz. Wir haben gute Erfahrungen mit dem Spielsystem 3:2:3 gemacht. Die Spieler lernen so, bei eigenem Ballbesitz die Breite und Tiefe des Feldes zu nutzen, bei gegnerischen Ballbesitz die Räume eng zu machen und sich seitlich zu verschieben. Ein sachkundiger Zuschauer bemerkte letzhin bei einem Spiel: Das sieht bei euch ja aus wie bei den Grossen! Was will man mehr?
Was viele Kinder- und Jugendtrainer vergessen, ist, dass ihre Hauptaufgabe darin besteht, die Spieler bestmöglich und altersgerecht auszubilden. Der sportliche Erfolg bzw. die Resultate sind (noch) zweitrangig. Wer damit nicht leben kann, soll ältere Junioren oder Seniorenmannschaften trainieren. Dort spielt man 11:11 aufs Grossfeld. Wem die Ausbildung der jüngeren Kicker jedoch am Herzen liegt, der freut sich darauf, in der D-Jugend 9:9 aufs verkleinerte Grossfeld zu spielen. Auch den Kindern zuliebe!
N.B.: Wir lassen unsere Spieler auf (fast) allen Positionen spielen, damit sie vielfältige Spielerfahrungen sammeln können und flexibel einsetzbar sind. Wir wenden dieses Rotationsprinzip sogar innerhalb eines Spiels konsequent an – (meistens) mit Erfolg!
Thomas
kolb andreas schrieb am 16. September 2011 um 23:20 Uhr:
ein querspielen ist nicht erlaubt laut schiedsrichterobmann , es muss vom 16 meter zu 16 meter raum gespielt werden ansonsten muss der schiedsrichter meldung machen .
Alex schrieb am 6. Oktober 2011 um 15:45 Uhr:
Kann leider den DFB nicht ganz verstehen.
Vor einigen Jahren wurden Spielfelder verkleinert,um den Kinder mehr Ballkontackte zu ermöglichen.
Die Vergrößerung des Spielfeldes ist meines erachtens nach der richtige Weg, um die Umstellung von Kleinfeld auf Großfeld zu erleichtern.Respekt!
Doch ist die Umsetzung immer noch Verbandssache.
Wir in Land Brandenburg spielen noch Quer.
Hat für meine Jungs ein Nachteil.Unser Gegner stellt sich gern sehr tief und feiert jeden Befreiungsschlag.Schade eigentlich für die Jungs.Mehr Mut zur Offensive wäre wünschenswert.Denn nicht immer zählt das Ergebniss, sondern die Entwicklung der Kinder.Selbst ein mitspielender Torhüter kann schon ein Defensiven Spieler ersetzen und so kommt man(n) auf Kleinfeld mit 2 Verteidigern aus.(Ist meine Ansicht)
Johann schrieb am 13. Oktober 2011 um 20:10 Uhr:
Spielfeld D-Jugend 9 gegen ) .Die Breite des Spielfeldes ist in Ordnung,die ist ja auch vorgegeben ,was ich mir wünschen würde ist die LÄNGENANGABE
des Spielfeldes ,minimum und maximum .Zu lang ist nichts und zu kurz auch nicht.(bei einen 90m Platz in der länge stelle ich meine Tore am 16 auf,das ergibt eine Spielfeldlänge von 58 m Länge, das macht keinen Spaß) dann ist es auch egal ob ich Quer oder längs spiele ,Brauch halt meine Markierungen sowie eine Mittellinie (wegen Abseits usw.)Meines erachtens ist ein Spielfeld vonn 49m Breite und 75m Länge optimal ansonsten find ichs für die D-Jugend 9 gegen 9 Optimal.
Grüsse Johann
mik schrieb am 17. Oktober 2011 um 12:00 Uhr:
Wie siehts denn mit den übrigen Regeln aus:
Abstand der Mauer beim Freistoß? 5/7/9,15 Meter – wer weiß da Bescheid??