Sollte der Innenverteidiger doppeln oder absichern?

Es gibt verschiedene Situationen, wie ein Spieler in den gegnerischen Strafraum eindringen kann. Entweder er gewinnt einen Zweikampf und kann direkt von der Seite reinziehen, er läuft im Laufduell mit vollem Gegnerdruck in den Strafraum oder er schlägt eine Flanke ins Zentrum. Wann und wie viel der Innenverteidiger rausläuft hängt von der individuellen Stärke eines Verteidigers ab und von der jeweiligen Situation.
Läuft der offensive Spieler komplett alleine von der Seite in den 16er, dann sollte der Innenverteidiger erst dann rausschieben, wenn der Gegner die 16er-Linie überquert. So haben die defensiven Mittelfeldspieler noch die Chance zurückzukommen und das Zentrum, den Rückraum, zu stabilisieren. Rückt der Innenverteidiger sofort raus, ist das Zentrum komplett offen und mit einem Pass in die Mitte ist das Tor schon fast gefallen.
Läuft der gegnerische Offensive mit Gegnerdruck in den Strafraum, dann muss ich schauen, ob der Innenverteidiger überhaupt rausrücken soll. Der Außenverteidiger versucht den Stürmer daran zu hindern in den Strafraum zu kommen bzw. den Ball in die Mitte zu spielen. Stellt der Innenverteidiger geschickt den Raum zu, so kann der Stürmer nur noch auf das Tor schießen, was ein Torerfolg aus so einem spitzen Winkel relativ unwahrscheinlich macht.

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Innenverteidiger: Doppeln oder Absichern? Wie lässt Du deine Innenverteidiger spielen? Ich freue mich auf Diskussionen.

 

Was meinst Du dazu?

Kommentar

  1. Tim schrieb am 7. Oktober 2011 um 23:55 Uhr:

    Hey David!

    Sehe ich genauso! Ich gehe sogar soweit, dass ich meinen beiden IVs sage das sie in Tornähe gar nicht erst zum Flügel verschieben sollen! Kompaktheit im Zentrum ist mir wichtiger als Kompaktheit am Flügel! Im Mittelfeld wird natürlich ballorientiert verschoben… Aber in Tornähe doppeln am Flügel nur der ballnahe 6er und AS zusammen mim AV. Die Mitte bleibt zu & der AV innen.
    Es wird also kein ‘Halbmond’ bzw. Sichel’ gebildet.

    Deine Meinung David?

    Gruß Tim

  2. Thorsten Rinker via Facebook schrieb am 8. Oktober 2011 um 13:12 Uhr:

    Sorry, die Analyse ist recht unrealistisch dargestellt, es wird nicht auf die Passwege eingegangen, die Aufteilung ist ungenau und die Situation ist nicht Wettkampfnah dargestellt. Auch das Verhältniss der Magnete zur Größe des Spielfeldes passt nicht. Welche Situation soll das darstellen? Einen Konter? Dafür steht blau zu geordnet.Nett gemeint, aber leider nicht realistisch, sorry.

  3. Fußball-Training via Facebook schrieb am 8. Oktober 2011 um 19:30 Uhr:

    Also ich finde die eigentliche Situation schon realistisch, wenn man sich alles oberhalb der Mittellinie wegdenkt. Aber die Spieler interessieren ja auch nicht, da sie nicht mehr eingreifen können. Blau steht keineswegs geordnet, sonst wären ja die 6er nicht so weit weg und vor dem Ball. Bei den Passwegen sind ja eh nur 2-3 Dinge möglich: Torschuss, Rückpass oder Pass parallel zur Torauslinie auf die einlaufenden Stürmer. Wie ich das verstehe, sollen die Pässe zugestellt und der Torschuss provoziert werden, was durchaus Sinn macht, wenn der Keeper gut steht…

  4. Michael schrieb am 9. Oktober 2011 um 13:41 Uhr:

    Ich sehe das gleich wie Du,allerdings bin ich der Meinung sollte der Außenverteidiger im Mittelfeld ausgespielt werden sollte er den kürzesten Weg Richtung Zentrum nehmen.
    Erstens wird der Innenverteidiger versuchen den Spieler an die Aussenlinie zu drängen, dann übernimmt der AV die Position des IV. Zweitens, sollte der Innenverteidiger ausgespielt werden hab ich in der Kontersituation durch den kürzeren Weg wieder einen Spieler im Zentrum. Geht er mit nach Aussen wird er immer einen zu langen Weg haben, er kommt entweder nicht mehr in den Zweikampf oder wird gekreuzt und kann auch nicht mehr eingreifen.

  5. Thorsten Rinker via Facebook schrieb am 11. Oktober 2011 um 09:52 Uhr:

    Nun, etwas wegdenken spiegelt doch nicht die Realität da. Die 4rer Kette und 6er stehen weitgehend geordnet, allerdings nicht für diese Situation, das ist völlig richtig.Eher stehen sie für eine Spieleröffnung, aber nicht für ein def. Verhalten. Was bitte macht der re. Außenverteidiger dort, wenn der Ball dort wie angezeigt ist? Deshalb auch die Frage, welche wettkampfnahe Situation soll denn hier gezeigt werden. Die Eröffnungsfrage nach dem Doppeln oder nicht stellt sich doch gar nicht. Der 6er steht viel zu weit weg, er könnte dort niemals doppeln, es würde höchstens ein 1gegen1 und noch mal 1gegen 1 entstehen.Auch der Innenverteigiger kann faktisch nicht zum doppeln kommen! Wenn ich jetzt ober auf das Bild schaue, entsteht min. eine Gleichzahl, dass ist im Angriff so selten wie ein 6er im Lotto. Es sei denn man hat eine Kontersituation, dann könnte es passieren, dann haben wir allerdings wieder eine völlig unrealistische Aufteilung.

  6. David Niedermeier schrieb am 11. Oktober 2011 um 11:58 Uhr:

    Hallo liebe Trainerfreunde,
    ich wollte eigentlich nur die Situation zeigen wie sich der Innenverteidiger verhält, wenn der Außenverteidiger seinen Zweikampf verliert. Wenn der Innenverteidiger zu früh rausrückt verlieren wir an Kompaktheit im Zentrum. Der Schusswinkel vom Flügel ist immer schlechter als im Zentrum (aus Sicht der Angreifer)
    Sind die beiden 6er sehr nah an den IV, so kann man darüber streiten, ob der IV früher rausgehen kann. Dies ist allerdings eine Philosophiefrage. Auf Höhe der Mittellinie sollte der IV nie den Gegner am Flügel stellen. Das ist taktisches Fehlverhalten.
    Ihr habt aber recht, dass ich die anderen Figuren besser mit Einbinden hätte können. Der Focus lag aber auf den Verteidigern.
    Ich hoffe ich konnte etwas Licht in die Verwirrung bringen.
    Bitte entschuldigt die nicht detailgetreue Darstellung.
    Ich werde in Zukunft mehr darauf achten
    Viele Grüße
    David

  7. Morgan schrieb am 12. Oktober 2011 um 07:12 Uhr:

    Nun, etwas wegdenken spiegelt doch nicht die Realität da. Die 4rer Kette und 6er stehen weitgehend geordnet, allerdings nicht für diese Situation, das ist völlig richtig.Eher stehen sie für eine Spieleröffnung, aber nicht für ein def. Verhalten. Was bitte macht der re. Außenverteidiger dort, wenn der Ball dort wie angezeigt ist? Deshalb auch die Frage, welche wettkampfnahe Situation soll denn hier gezeigt werden. Die Eröffnungsfrage nach dem Doppeln oder nicht stellt sich doch gar nicht. Der 6er steht viel zu weit weg, er könnte dort niemals doppeln, es würde höchstens ein 1gegen1 und noch mal 1gegen 1 entstehen.Auch der Innenverteigiger kann faktisch nicht zum doppeln kommen! Wenn ich jetzt ober auf das Bild schaue, entsteht min. eine Gleichzahl, dass ist im Angriff so selten wie ein 6er im Lotto. Es sei denn man hat eine Kontersituation, dann könnte es passieren, dann haben wir allerdings wieder eine völlig unrealistische Aufteilung.
    +1

  8. David Niedermeier schrieb am 12. Oktober 2011 um 10:40 Uhr:

    Hallo Morgan

    Es geht nicht um das Verhalten der Anderen. Es geht nur um die Situation, wenn der Außenverteidiger ausgespielt ist, ob der IV rausgeht und wenn ja wann? Der rechte Außenverteidiger würde in einer Kontersituation vielleicht noch genau an dieser Stelle stehen. Dies ist eine absolut realistische Situation und passiert bei Kontern häufig. Die anderen Spieler habe ich einfach stehen lassen. ich hätte Sie auch nachlaufen lassen können. Diese haben aber keinen Einfluß auf diese spezielle Situation. Intersessant sind nur die 6 er die versuchen die Kontersituation aufzufangen und den IVs zu Hilfe kommen. dies kann das Verhalten des IV beeinflussen.

    Viele Grüße
    David

  9. Fußball-Training via Facebook schrieb am 12. Oktober 2011 um 21:30 Uhr:

    Das mit dem Wegdenken war ja auch eigentlich darauf bezogen, dass den Spielern oberhalb der Mittellinie beim “Aufstellen” keine Aufmerksamkeit zuteil wurde. Aber stimmt, der rechte Verteidiger würde ja eigentlich einrücken und eine Überzahlsituation in der Mitte herstellen. Dann hätte der eine Innenverteidiger die Chance, unter Umständen doch nach draußen zu schieben und einzugreifen…

  10. Thorsten Rinker via Facebook schrieb am 14. Oktober 2011 um 17:58 Uhr:

    na theoretisch schon, die Frage bleibt hier ja leider offen, wie es überhaupt zu der Situation kommt, da sie unrealistisch bleibt. Wäre der Ball dort wo er gezeigt wird würde die blaue Mannschaft niemals so stehen, sei denn sie wäre sehr schlecht trainiert:-( Aber dennoch macht so ein austausch richtig Spaß:-)