Taktikanalyse FC Bayern München gegen Manchester City
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Heute wollen wir mal ein bisschen diskutieren über das Spiel Bayern gegen Manchester City- wie es gelaufen ist, warum es so gelaufen ist. Man hat ja im Fernsehen dann häufig die Diskussionen gehört, dass es darum ging, dass Bayern irgendwie die erste Halbzeit irgendwie verschlafen hätte oder nicht so gut Fußball gespielt hat. Was seht denn ihr für die Gründe, warum Manchester eigentlich am Anfang so schon drückend überlegen war und man dann auch diese zwei Elfmetersituationen da auch hatte, wo man bei beiden glaube ich auch pfeifen kann. Was habt ihr denn selber für ein Gefühl gehabt? Warum ist das so passiert? Also was habt ihr da selber beobachtet?
Also ich glaube mal, dass Manchester gerade in den ersten 10 Minuten, viertel Stunde halt wahnsinnig Druck gemacht hat in der Bayernhälfte, weil sie einfach brutale Einzelspieler hatten. Auf links mit dem David Silva, der ein überragendes Spiel gemacht hat und Nasri. Auf der anderen Seite und sie haben halt Bayern immer wieder in der eigenen Hälfte richtig hinten reingedrängt und zwar nicht nur mit ihren zwei Außenspielern und Stürmern, sondern die haben halt immer extrem viel nachgeschoben. Die mittleren Mittelfeldspieler waren ziemlich hoch gestanden auch die gesamte Viererkette und Bayern hat es eigentlich nicht geschafft, mal vernünftig raus zu kommen und vernünftig raus zu spielen. Ich denke halt, dass dieser krasse Druck auch von hinten Bayern einfach Probleme gemacht hat.
Viele hatten die Meinung , dass Bayern sich dann durch dieses Tor, dass sie dann geschossen haben, sich eben befreit haben, dann mehr Selbstvertrauen hatten und sich deswegen dann sozusagen frei gespielt haben. Das sehe ich dann so gar nicht so, sondern ich glaube, dass Manchester City wahrscheinlich diesen Druck, den sie aufgebaut haben, 25 bis 30 Minuten da vorne Bayern im Spielaufbau permanent unter Druck zu setzen, da vorne drauf zu wetzen, jeden Zweikampf zu gewinnen, dass das natürlich kurzfristig dazu führt, dass Bayern viele Ballverluste in der eigenen Hälfte hat – also wenn man sich hier überlegt, wenn man hier den Ball hat, wenn Bayern hier versucht hat, das Spiel zu eröffnen und die dann hier schon wirklich mit Mann und Maus hier nach vorne drauf schieben und wirklich Druck ausüben und hier versuchen, den Ball auf der Innenverteidiger mit raus rutscht hier wirklich aggressiv hier vorne drauf gehen, versuchen die Bälle zu gewinnen bist du natürlich erst mal in einer sehr offenen Stellung und läufst halt hier in einen Konter auch rein, wenn du versuchst das Spiel zu eröffnen. Das heißt, die sind die ersten 20 Minuten so mit Mann und Maus vorne draufgegangen, dass du hier hinten das spielerisch gar nicht richtig gut lösen konntest, Bayern das aber versucht hat spielerisch zu lösen. Und daher eben viele Fehler in der eigenen Hälfte gemacht hat, weswegen viele Kontersituationen entstanden sind. Also du gewinnst dann hier den Ball und spielst eben schnell nach vorne wo du eine unsortierte Abwehr vorgefunden hast bei Bayern. Und daraus entstehen dann eben diese brenzligen Situation, wo man sagt “hui, jetzt klingelts aber gleich”. Man hat als Zuschauer auch das Gefühl, die haben ein riesiges Übergewicht und dann irgendwann mal geht es nicht mehr – das ist so aufwendig da drauf zu gehen, dass der Körper natürlich in den ersten 25 Minuten auch schon in den sauren Bereich kommt und ich hatte das Gefühl, dass Manchester City da so ein bisschen das Pulver verschossen hat nach 25 Minuten. Und du versuchst hast, weiter vorne drauf zu gehen und sich Bayern dann eben durch Konter irgendwann mal befreit hat und das auch das erste Tor, als Ribery nach innen rein zieht und dann schießt. Das ist auch eine Kontersituation gewesen, wie das Tor entstanden ist. Das wollen wir uns nachher gleich mal ansehen. Also ich glaube nicht, dass es so gewesen ist, dass Bayern sich dann irgendwann mal besser ins Spiel gefunden hat und besser kombiniert hat, sondern dass Manchester City im Pressing viel Kraft gelassen hat. Die haben weiter Pressing gespielt, aber haben das Pressing nicht mehr so effizient spielen können, weil der Körper natürlich auch nachlässt. Und man hat dann auch in der zweiten Halbzeit auch klar gesehen, dass sie für diesen Aufmarsch sage ich mal in den ersten 25 Minuten wirklich Tribut bezahlt haben und dann halt die Kraft auch weg war und dann nicht einmal als Bayern 2:0 vorne war, nicht mehr geschafft hat, in die Nähe des Balles zu kommen oder Druck auszuüben, so dass Bayern Fehler macht. Und das ist immer die Gefahr, wenn ich natürlich auswärts antrete und dann so lange Pressing spiele. Also ich weiß, es ist ein probates Mittel würde ich sagen um den Gegner vielleicht mal zu überraschen – für 10 Minuten. Ja, aber 25 Minuten auf dem Niveau Pressing zu spielen ist natürlich ganz schön kraftraubend und das glaube ich ist dann der wahre Grund, warum wirklich da Probleme entstanden sind bei Manchester City.
Hätte es Bayern lösen können, wenn Sie einfach die beiden Außen nach vorne nehmen und nur noch mit langen Bällen spielen?
Also ich glaube halt – wir haben das ja lange mit bekommen in der van Gaal-Ära. Da hast du das auch schon mal gesehen. Wenn Mainz Bayern unter Druck gesetzt hat. Wenn eine Mannschaft gekommen ist, die vorne drauf marschiert ist und Bayern klar die Maßgabe hatte, das Thema spielerisch zu lösen, dann haben sie auch wahnsinnig viele Bälle auf den Torwart zurück gespielt. Das hast du ja auch gesehen und dann hatte glaube ich der Thomas Kraft damals eine unglaubliche Anzahl an Ballkontakten, weil sie eben nicht die Drucksituation nach vorne gelöst haben, sondern nach hinten raus und du dann immer versuchst, das spielerisch zu lösen und das ist halt gerade, wenn du so Gegenspieler hast wie Manchester City, die auf so einem Niveau Pressing spielen mit so einer Aggressivität und Tempo. Ich würde immer wenn der Gegner Pressing spielt, die haben ja mit einem 4-4-2 gespielt gegen ein 4-5-1 von Bayern, das heißt auch wenn sich der Offensive von Bayern hier angeboten hat, das der Toni Kroos war, ist der Innenverteidiger mit raus geschoben, um den Druck hier aufrecht zu halten, dass du da nicht reinspielen kannst. Das heißt hier hinten entstehen dann die Löcher in die ich rein starten muss, das heißt wenn ich hier den ersten Ball quer spielen darf, dann muss wenn er hier kurz kommt jemand den Ball da rein fordern oder auch der den Ball da rein spielen. Und dann dieses Gegenpressing aufbauen, dass ich halt sage ich spiele den Ball dann da vorne rein und schieb jetzt selber nach und versuche, den Druck in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Und das wird halt meiner Meinung nach zu häufig – gegen schwächere Mannschaften ist es vielleicht möglich das spielerisch zu lösen – gegen starke Mannschaften, die versuchen das halt dann spielerisch zu lösen, machen Fehler, laufen in einen Konter rein, sind dann nämlich genau in diesen Phasen wo wir immer sprechen von diesem Umschaltprozess. Kommst du halt direkt rein. Wenn du hier den Ball verlierst – du stehst breit, weil du versuchst, zu spielen und kommst hier genau in diese Kontersituationen rein, die dann auch psychologisch für Unsicherheit sorgen, denn du hast halt Angst – oh mein Gott, was passiert denn jetzt hier. Und damit kommen dann diese Situationen auch zustande, wo dann die Außenverteidiger im 1 gegen 1 landen. Wo dann dieser Elfmeter auch entstehen kann. Also ich würde diese Situation natürlich nicht, das heißt hier nicht, dass hier kein Spielaufbau stattfindet, weil ich den Ball wegprügle. Das ist eine völlig verkehrte Meinung. Sondern ich kann doch hier, wenn ich auf dem Flügel drehe, hier den Ball da oben mit einem hohen Flugball kann ich doch den Ball da rein spielen. Und ich kann auch immer wieder versuchen, den Gegner in diese Ziehharmonika-Form rein zu bringen, wenn eben der eine hier kurz kommt. Wenn die ein Pressing spielen ist er ja mit dran, wenn er flach einspielt. Und dann entsteht hier hinten ein Raum in der Kette und da muss ich dann halt versuchen, entweder hier reinzulaufen oder er läuft hier rein oder er läuft hier rein um das mal ein bisschen auseinander zu ziehen. Und das haben die halt nicht getan oder haben am Anfang versucht hier gegen sich durch zu kombinieren und der Gegner hat die Seite irgendwann zugepresst, Ball gewonnen und dann läufst du halt in den Konter rein. Und gerade wenn der Gegner so einen Druck aufbaut glaube ich wie in der ersten Halbzeit sollte man halt viel mit langen Bällen agieren und versuchen, den Gegner selber zu pressen. Das will natürlich immer auch keiner sehen, weil es natürlich nicht so schöner Fußball ist, wie wenn man sich aus dieser Pressingsituation technisch lösen kann. Also ich glaube das ist im Fernsehen meiner Meinung nach – ich weiß nicht, ob ich da richtig liege – meiner Meinung nach falsch interpretiert worden, sondern die haben sich wirklich, es hat Manchester City verloren, weil sie 25 Minuten drauf marschiert sind. Man kann natürlich dann auch anders argumentieren: Ja, wenn sie die zwei Elfmeter bekommen, dann führen sie 1:0, also zwei Elfmeter bekommen sie sowieso nicht, weil wenn Bayern ein Gegentor kassiert, marschiert Manchester nicht mehr weiter so drauf. Wenn sie ein Tor kassiert hätten und sich dann hinten reingestellt hätten und dann auf Konter gespielt hätten, wär das Konzept vielleicht aufgegangen. Ich versteh bloß nicht wie man 25 Minuten lang so einen Druck aufbauen kann. Das ist klar, dass du dann in der zweiten Halbzeit weg brichst. Vor allem, mit gegnerischen Publikum auch noch. Das ist dann die Frage, ob man das übersteht.
Da fällt mir noch ein: wenn du als gegnerischer Trainer nur siehst – okay, das ist unsere einzige Chance innerhalb von 25 Minuten – entweder ich schieße ein Tor oder ich verliere das Spiel, also das kann ja auch eine Marschroute sein zu sagen okay wir probieren es halt. Wenn es klappt mit den beiden Elfmetern oder einem davon, dann ist es super und sonst habe ich halt schlechte Karten und dann verlierst du.
Genau, so eine reine Philosophie habe ich. Ich glaube, was er wahrscheinlich gesehen hat, dass er mit diesem Pressing ja unheimlich Erfolg hatte und man gesehen hat, boah die brechen gleich ein, die Bayern, aber man hat halt nicht beachtet, dass man selber vielleicht körperlich einbricht. Und dafür ist Bayern natürlich spielerisch zu stark. Wenn du dann den Druck nicht mehr so aufrecht erhalten kannst und die Kraft für die Defensive nicht mehr so hast, dass muss man natürlich auch sagen, dass sie da dann auch ins Hintertreffen gekommen sind, weil denen ihre offensive Leute ja überhaupt nicht nach hinten arbeiten. Ist ja furchtbar. Also das hat man dann in der zweiten Halbzeit auch gesehen. Das ist schlimm.
Aber dann verstehe ich nicht, warum die Stürmer immer noch weiter pressen und weiter anlaufen. Also die haben es ja in der zweiten Halbzeit immer noch versucht. Die Innenverteidiger und dann weitergelaufen zu den Außenverteidiger um sich durchzusetzen.
Das ist natürlich dann auch etwas, das du als Trainer auch oft dann nicht erklären kannst. Ich kann es mir nur so ausmalen, dass die Marschrute war, die Bayern gar nicht ins Spiel kommen zu lassen und sie permanent zu pressen.
Es stand 2:0 für Bayern!
Ja, aber das ist eben das Problem. Du willst jetzt – nach 2:0 hinten – dein Trainer fordert draußen, du sollst jetzt pressen und sollst nach vorne gehen. Wir sind 2:0 hinten, wir wollen Druck ausüben. Das Problem ist, dass du körperlich nicht mehr in der Lage bist, so zu pressen, dass die das Spiel nicht aufbauen können und dann hast du das ja gesehen – die machen das Spielfeld breit, die müssen nicht mehr nach vorne spielen, spielen die Bälle oft zum Torwart zurück. Damit werden die Wege des Pressings noch länger und der Körper macht es halt nicht mit. Das heißt, der Trainer möchte, aber die Spieler möchten nicht mehr oder können nicht mehr. Und das hat man ja gesehen. Wie kann es zu Stande kommen, dass man 2:0 führt und der Gegner versucht überhaupt nicht mehr, in Ballbesitz zu kommen – also nicht mehr aktiv. Die sind ja dann nur noch hinterher gependelt. Du hast ja gewusst: so, das Thema hat sich jetzt erledigt. Die Mannschaft hat sich aufgegeben. Hat sie sich geistig aufgegeben oder hat sie sich körperlich aufgegeben?
Was der Mancini erkannt hat: er wollte natürlich weiter pressen und hat dann auch umgestellt auf 4-2-3-1, deshalb hat er den Chico rausgenommen. Er wollte das Zentrum stärken, weil sie ihn da total schlecht gepresst haben. Die waren total offen im Zentrum. Also vorne angelaufen – das Zentrum war immer frei bei Bayern. Und darauf hat er dann schon richtig reagiert. Also er hat dann glaube ich den Touré sogar auf die 10 gestellt, dass das Zentrum mehr zu ist beim Pressen.
Ja, gut, das ist natürlich – ich sage ja das ist immer eine Philosophiefrage. Ja, wenn du sagst, er hat vorher hat er so gespielt – warte, das müssen wir gelb machen – 4-4-2, dass er so gespielt hat, ja 4-4-2, so, ja – und danach sagt er – ich spiele jetzt so. Die Frage ist jetzt wie laufe ich an, wie lasse ich es pressen. Mache ich es so, dass die drei hier vorne dran schieben und jetzt habe ich das Zentrum habe ich jetzt schön dicht. Ob das seine Idee ist? Aber ich glaube, wenn man 2:0 hinten liegt – wen interessiert es, ob ich 3:0 verliere oder 4:0 verliere. Ich weiß nicht, ob ich da nicht – es ist alles wie gesagt hypothetisch – ja das muss jeder Trainer für sich selber machen. Die Frage ist: warum bleibe ich denn mit vier Leuten hinten? Weil ich will ja jetzt wirklich ein Angriffspressing spielen. Ich will jetzt vorne schnellstmöglich den Ball bekommen. Also ich wäre vielleicht bei zwei Spitzen geblieben, hätte die zwei auch schön nach vorne, damit kann ich die Viererkette noch besser mit noch mehr Druck ausüben. Jetzt hänge ich hier vollkommen dran und wenn der Gegner schnell reagiert hat, dann schiebe ich hier mit raus und schiebe halt hier mit rein. Also wir lenken das Spiel auf diese Seite. Und jetzt wird hier voll Druck mit Mann und Maus drauf marschiert und hier muss ich halt einrücken. Ich bin halt jetzt anfällig für hier hinten. Kann aber hier vorne noch mehr Druck aufbauen und bei Ballgewinn habe ich noch mehr Leute in den Offensive. Das sind die zwei Möglichkeiten. Entweder löse ich den Druck hinten auf, gehe ein unglaubliches Risiko ein. Wenn ein langer diagonaler Ball kommt, läufst du ins Leere rein oder ich löse die Spitze auf, damit ich im Zentrum besser stehe. Also für ein Mittelfeldpressing wäre das meiner Meinung nach optimal gewesen, einen dort zurück zu ziehen und Bayern kommen zu lassen, aber die kommen ja nicht mehr, weil die 2:0 führen. Und dann hat er das wahrscheinlich so gewollt, dass die eben da zu dritt hier die Viererkette zu dritt unter Druck setzen, ich hier einen hinten habe und hier dann eben diese Unterzahl im Mittelfeld eben wett machen kann. Das ist auch eine Möglichkeit. Aber ich glaube, dass es – egal welches System du probiert hättest – es hätte nicht funktioniert, weil nicht alle Spieler mehr gut gearbeitet haben. Und dann wollen wir uns vielleicht auch das 1:0 mal anschauen. Jetzt müssen wir das Manchester City machen. So. Also ihr müsst mir helfen. Ich habe das nur so noch so ein bisschen im Kopf wie das funktioniert hat. Da ist der Ball hier auf den Ribery gekommen, hier raus und dann – das war der Touré. So sind sie gestanden und dann hatten wir hier noch einen Gelben hier drinnen. Da war glaub ich der Gomez drin und von hinten kam der Müller und hier kam lange nichts. So ist es gewesen. Und der Touré ist ein Sechser. Und der geht hier aus seiner normalen Position muss er hier mit rauskommen, weil er hier fehlt. Ich weiß nicht, ob das der Nasri oder der Silva ist. Weil der hier fehlt muss der raus gehen. Da ist es der zweite Sechser, der dann hier gestanden ist. Und das ist jetzt hier der erste Fehler von Touré. Der steht so, dass der Ribery hier nach innen rein ziehen kann. Die haben aber eine Überzahl am Flügel. Warum steht der nicht weiter hier draußen? Wenn sie in Unterzahl sind das hätte in Absprache passieren müssen und lenkt ihn in diese Richtung und sobald der los marschiert komme ich von hier und dränge ihn da raus weil in der Mitte habe ich ein klares Überzahlverhältnis. Also er ist hier schon mal schlecht gestanden, aber natürlich auch in erschöpftem Zustand, weil er den Konter auffangen muss. Das heißt, der ist ja auch ein bisschen platt. Die haben gepresst vorher, waren nah dran und jetzt muss er hier aushelfen. Und dann hast du hier den – ich weiß nicht, ob es ein Sechser war oder ein offensiver Mittelfeldspieler, der hier mitzog. Ich glaube, es war dann der zweite Sechser der hier mit reingekommen ist und der Ribery ist dann hier mit Ball hier reingezogen und dann ist auch was Aberwitziges passiert, dass der Innenverteidiger hier im Sprint hier raus geht um den unter Druck zu setzen, weil der schießen kann. Irgendwann muss ich ihn natürlich auch unter Druck setzen, ja das ist klar, aber da gehört normalerweise gehört hier der Sechser rein und hier der offensive Mittelfeldspieler, dann schaut das Spiel so aus: wenn der nach innen zieht, kann ich hier dann nämlich den Druck ausüben und dann passiert das Tor nicht. Also sie sind in eine Kontersituation gelaufen, weil sie die ersten 25 Minuten gepresst haben ohne Ende, die Kraft nachgelassen hat und dann in den Konter reingelaufen sind. Und so ist das 1:0 passiert. Und dann hast du 25 Minuten – von der Psychologie her, wenn man sich das überlegt – wir haben jetzt 25 Minuten richtig Druck aufgebaut, hatten zwei klare Torchancen und kassieren dann ein 1:0 aus einem Konter. Ich habe keine Kraft mehr und ich bin 1:0 hinten. Man kann natürlich immer so argumentieren: Ja, das sind Profis, die müssen 25 Minuten pressen. Ich kenne keine Mannschaft, die 25 Minuten Vollgas gibt, vorne drauf marschiert und das dann nochmal eine halbe Stunde z. B. durchhält – die gibt es kaum. Deswegen siehst du nie 90 Minuten lang ein Pressing. Und Mannschaften, die es tun wie z. B. viele Mannschaften, die gegen Barcelona spielen versuchen dieses Positionsspiel dann eben unter Druck zu setzen, spiele vorne Pressing und verlieren dann in der zweiten Halbzeit meistens das Spiel klar, weil sie es körperlich nicht mehr auffangen können.
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Hallo Freunde,
der FC Bayern tritt am Dienstag in der Champions-League gegen den SSC Neapel an. Aus diesem Anlass habe ich eine Video-Taktikanalyse des letzten Spiels der Bayern gegen Manchester City aufgenommen. (27.09.2011)
Ich diskutiere dabei mit meinen Trainerkollegen der Münchner Fußball Schule über das Spielergebnis des Champions-League-Spiels FC Bayern München gegen Manchester City:
Warum hat zum Beispiel Manchester am Anfang so gut gespielt und trotzdem Bayern das Spiel mit 2:0 gewonnen?
Entscheidend für den Spielverlauf waren die ersten 25 Minuten, in denen Manchester voll Pressing gespielt hat – eine Spielart, die keine Mannschaft ein ganzes Spiel lang durchhalten kann. Nach eben diesen 25 Minuten ging den Spielern die Kraft aus und Bayern konnte aufholen und hatte letztendlich die Nase vorne.
Aber seht Euch die Details an, aus denen ich meine Schlussfolgerungen für meine taktische Analyse gezogen habe.
Was meint Ihr dazu?
Viel Spaß,
Euer David
Weiter geht’s in Teil 2






Was meinst Du dazu?
Dustin Jurkiewicz via Facebook schrieb am 16. Oktober 2011 um 19:23 Uhr:
Immer gut.
Tobias Wodniok via Facebook schrieb am 16. Oktober 2011 um 20:35 Uhr:
Leider ein bisschen spät….
Champions League Spiel FC Bayern München gegen Manchester City - Teil Zwei der Spielanalyse schrieb am 17.10. 2011 um 13:09 Uhr:
[...] ist Teil 1 der Analyse. [...]