Effektive Abschlussspiele mit G- und F-Jugend
Mitschrift
anzeigen
Michael Schuppke, Münchner Fußball Schule:
Das letzte Kapitel unserer DVD ist der Bereich der Abschlussspiele. Dabei muss man ganz klar sagen, dass wir den Fussball jetzt nicht neu erfunden haben, sondern wir haben versucht, ihn einfach kindgerecht zu gestalten. Das heißt was nicht sein sollte, ein Spiel sieben gegen sieben auf das halbe Feld aufzubauen, sprich auf das E-Jugend-Feld, ohne Begrenzung, was sich auch schon gesehen habe. Denn die Kinder haben davon nichts. Da läuft nur der Schnellste mit dem Ball voran, der Rest läuft hinterher, wenn überhaupt, irgendwann fangen die Kinder an, Gras zu zupfen oder am Kunstrasen die Granulatkörner zu sammeln, aber es hat eben mit kindgerechtem Fussball überhaupt nichts zu tun. Und sie sollen sich ja bewegen, sich austoben und in dieser Bewegung und in diesem Austoben ganz nebenbei Fussball lernen, so soll es eigentlich sein. Das heißt, man muss Fussball einfach ein bisschen anders gestalten. Kleine Spielfelder machen, drei gegen drei, vier gegen vier maximal, mit einer Begrenzung aussen rum, sie nicht dabei Einwürfe üben lassen oder Ecken üben lassen, sondern im Idealfall sind die Bälle immer beim Trainer oder sie sind im Tor und wenn der Ball ins Aus geht, wird sofort ein neuer Ball eingespielt, damit einfach ständig ein Spielfluss vorhanden ist.
Kind:
Geht der Ball in Seiten- oder Toraus, gibt es weder Einwurf, noch Ecke oder Abstoß. Dies würde die wichtige Spielzeit nur unterbrechen. Einwürfe oder Ecken in diesem Alter zu trainieren macht keinen Sinn. Daher spielt der Trainer immer sofort einen neuen Ball ein und zwar immer der Mannschaft, die eben Einwurf oder Ecke hätte. Dies führt zu einer langen Nettospielzeit, mit vielen Ballkontakten. Zudem laufen die Kinder nach einer kurzen Eingewöhnung auch immer sofort zum Trainer hin und fordern den Ball. Sie lernen das, sich anbieten.
Schuppke:
Durch diese kleinen Spielfelder kriegt man auch hin, dass wirklich jedes Kind viele Ballkontakte hat und auch viele Tore schießen kann und somit auch wiederum das Erfolgserlebnis hat. Klar ist der Erfolg nicht an erster Stelle, aber ein Tor schießen ist eben doch schön und fördert das Selbstbewusstsein der Kinder ungemein. Und darum geht´s ganz einfach. Und wir haben versucht, möglichst viele Varianten rein zubringen. Das heißt viele koordinative Elemente, wie die Reaktion so mit einzubauen, dass es einfach im Abschlussspiel integriert ist, die Kinder merken es gar nicht und ganz nebenbei werden auch noch so wichtige Dinge wie eben die Reaktion geschult. Also einfach nur ein bisschen was einfallen lassen, dass es eben nicht auf das klassische sieben gegen sieben über die komplette Breite raus läuft.
schließen
Hallo liebe Zuschauer,
in meinem Video erkläre ich Euch, wie man Abschlussspiele mit den Bambini effektiv gestalten könnt.
Welche Tricks kann ich anwenden, ist ein großes oder ein kleines Spielfeld besser, ist es wichtig mit Ecken und Einwürfen zu spielen?
Schaut mal rein und lasst Euch überzeugen, wie einfach man Abschlussspiele aufbauen kann.
Viel Spaß beim Ausprobieren
Euer Michi
Was meinst Du dazu?
Bxx schrieb am 31. Oktober 2011 um 13:07 Uhr:
Hallo,
Ich bin Fußballtrainer undtrainiere eine 2000er jugendmannschaft.
Ich wurde von dem Trainerstaab beim Verein die mit mir zusammenarbeiten daraufhingewiesen, dass ich etwas tue , was nicht gut sei, und zwar..
zeige ich meinen Kindern auf meinem kleinen 10,0 zoll Notebook einige Spielweisen, zB wenn der Gegner über rechts kommt wir uns auf rechts verschieben und vice versa. Oder mal ein kleinen clip von einem Fußballer der schnell den Abschluss fndet. Ich tue es den kleinen erklären, aber über das auditative versuche ich sie virtuell und visuell zu befriedigen.
Man entgegnete mir mit ” Man bemerkt , dass du noch nicht lange im Trainergeschäft bist, ” “du muss professioneller arbeiten ” oder ” Es ist zu kompliziert für die kleinen ”
Die kleinen sagen mir aber, dass sie das Gefühl haben bei mir richtig Fußballspielen zu lernen. Was soll ich in solch einer Situation tun ? Darüber gesprochen habe ich schon, gibt es irgendwelche Beweise, die meine Handhabung und Methode untermauern können ?
beste Grüße
viel Erfolg
Bxx
@bxx schrieb am 2. November 2011 um 15:00 Uhr:
Ich denke, solange Sie diese Clips nur als Hilfsmittel benutzten und diese nicht zulange machen, kann man ihnen keinen Vorwurf machen. Das wichtigste in diesem Alter ist einfach mit dem Fuß am Ball zu sein, d.h. Ballbesitz zu haben, denn hier werden die Bausteine für Koordination, Technik etc. gesetzt. Und genau diese Übungszeit verliert man, bei solch theoretischen Übungen am Notebook. Allerdings kann sowas als Einstieg in eine neue Taktikebene, meiner Meinung nach, gut genutzt werden, weil die Kinder so ein genaueres Vorstellungsvermögen davon haben, wovon sie eigentlich sprechen.
Mit freundlichen Grüßen,
Colin
dennis schrieb am 17. November 2011 um 14:52 Uhr:
ich komme zur euch
dennis schrieb am 17. November 2011 um 14:53 Uhr:
mein kind kommt zur euch