Der Trainer – besondere Rolle & Aufgaben
Ein guter Trainer ist nicht Alles, aber Alles ist Nichts ohne einen guten Trainer! Trainer sollten sich von Anfang an klar darüber sein, warum sie diese Aufgabe übernehmen. Sie sollten begeistert von ihrer Aufgabe sein, um selbst andere zu begeistern. Denn „Wer selber nicht brennt, kann auch bei anderen kein Feuer entfachen!“.
Ein guter Trainer zu sein, bedeutet nicht nur das „Kleine 1×1“ des Fußballs zu lehren, sondern vor allem
- mit Menschen umgehen wollen und können.
- Ansprechpartner für Spieler und deren Bezugspersonen (z.B. Eltern) zu sein.
- mit Niederlagen aber auch mit Siegen umgehen zu können.
- als Vorbild aufzutreten (am Platz und außerhalb).
- Freude und Geduld an langfristigem Erfolg zu haben, und Erfolg nicht nur an simplen Resultaten zu messen. (v.a. im Kinder-/Jugendbereich).
- eine Mannschaft bilden, führen und zusammenzuhalten zu können.
- Talente sowohl einzeln zu fördern, als auch in die Mannschaft zu integrieren.
Allerdings bedeutet Trainer (v.a. im Kinder-Bereich) zu sein, NICHT:
- seine im Berufsleben angestaute Aggressivität am Fußballplatz auszuleben.
- Spieler als „Material“ oder austauschbare Befehlsempfänger zu behandeln.
- dem Erfolg alles zu opfern (z.B. die Gesundheit der Spieler oder seine Eigene)
- sich nicht auf der Nase rumtanzen zu lassen.
- sich von Spielern erpressen zu lassen
Zudem sollten Trainer auf jeden Fall (versprochene) Unterstützung einfordern sowie die Spieler in die Pflicht nehmen. Ein Trainer muss konsequent aber auch berechenbar sein und stets überlegt und rechtzeitig handeln. Wir haben nachfolgend versucht die Eigenschaften eines idealen Teams und Trainers in drei Schlagwörter zusammen zufassen nach denen auch ein Trainer orientiert handeln sollte. Ein Trainer sollte sich und seiner Mannschaft ermöglichen FREUDE UND ERFOLG zu haben. Dies muss selbstverständlich in Zusammenarbeit mit der Mannschaft geschehen.
Die Schwerpunkte der Trainer-Aufgabe
Die Aufgaben des Trainers verschieben sich mit dem Alter der Spieler. Im Kinder-Bereich steht die fußballspezifische Ausbildung ganz klar im Fordergrund. Je älter die Spieler werden, desto entscheidender ist der richtige Umgang mit ihnen um Engagement und Motivation hochzuhalten. Jedoch gilt zu beachten, dass in jeder Altersklasse eine altersgerechte Kommunikation herrschen muss. Hier kommt insbesondere auch dem Verein eine wichtige Aufgabe zu, dies auf jeden Fall sicherzustellen. Die zwei Schwerpunkte der Trainerarbeit, Training und Mannschaftsführung, verschieben sich je älter die Mannschaftspieler werden. Dies bedeuted das bei Kindern im Alter von 6 Jahren der Schwerpunkt klar auf die Trainingsarbeit (Technik, Koordination, etc.) gelegt werden muss und dem Schwerpunkt Mannschaftsführung (Coaching beim Spiel, Motivation, Teambuilding, etc.) eine noch nicht so große Aufmerksamkeit zukommt. Dieses Verhältnis allerdings verschiebt sich mit der Zeit, sodass die Mannschaftsführung, besonders ab B-Jugendlichen, eine imens wichtige Beachtung zu kommen muss. Doch vorallem muss ein Trainer auf das soziale Verhalten seiner Schützlinge achten und charakterliche Stärke fordern und fördern. Dies lässt sich allerdings nur umsetzen, wenn sich der Trainer seiner Vorbild-Funktion im klaren ist.
Der Trainer ein GROSSES VORBILD
Neben dem bereits erwähnten FREUDE UND ERFOLG Grundsatz lässt sich eine weitere Formel festhalten, die ebenfalls ein wesentliches Grundprinzip des Trainer-Daseins und Verhaltens auf den Punkt bringt. Der Trainer sollte stets ein GROSSES VORBILD sein. Welche Eigenschaften wir damit an den idealen Trainer knüpfen, stellt die nachfolgende Grafik dar.








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