Das Fußballtraining – Übung macht den Meister (Teil 2 / 2)
Alle Komponenten des Fußballspiels , nämlich Kondition, Technik, Taktik, Einstellung, Erfahrung, und der eigentliche Zweck des Tore schießens und verhinderns können am Besten mit bzw. in Spielenform trainiert und verbessert werden! Spielformen sind die wirkungsvollste Trainingsform, speziell bei Mannschaften mit wenig Trainingsmöglichkeiten/-zeiten und immer wechselnder Beteiligung der Spieler.
Die Hauptkonzentration sollte im Training auf Spielformen liegen, und nicht auf langweiligem Runden laufen oder komplizierter Einzelübungen. Dies hat viele Vorteile. Zu allererst wird dadurch die Motivation der Spieler gesteigert, da Spielen ihren Grundbedürfnissen entspricht. Die Spieler haben somit Freude an dem was sie tun. Der Trainingseffekt wird dadurch gesteigert. Weiter werden dadurch viele Erfolgserlebnisse (Tore, tolle Parade, Klasse Pass, gewonnener Zweikampf, etc.) geschaffen, welche wiederrum die Steigerung der Motivation der Spieler und deren Selbstbewusstsein zur Folge hat.
Desweiteren wird der organisatorische Aufwand bzgl. Planung, Hilfsmitteln, Platzgröße etc. gemindert. Was wiederrum nicht bedeuten soll, dass komplett nur noch gespielt wird im Training. Es ist notwendig, dass Spieler im Spiel das zuvor Gelernte (Finten, Passkombination, Schusstechnik, etc.) im Spiel umsetzen.
Ein weiterer Vorteil der Spielformen ist, dass durch entsprechende Regeln, Spielfeldgröße, etc., der individuelle Leistungsstand und die Anzahl der Spieler optimal berücksichtigt werden können und das mit Hilfe geeigneter Spielformen (Über-/Unterzahl, Beschränkung der Kontaktzahl, Tore nur nach Flanken, etc.) gleichzeitig Technik, taktisches Verhalten und Einstellung der Spieler verbessert wird.
Alle Situationen (z.B. Aufholen/Verteidigen eines Vorsprungs, Standardsituationen, Über-/Unterzahl, Zweikämpfe…) die innerhalb des „richtigen“ Spieles auftreten können, sollten so oft wie möglich im Training simuliert werden. Die Spieler gewöhnen sich damit schon frühzeitig an Stress-Situationen und können mit diesen im „richtigen“ Spiel souveräner und somit erfolgreicher umgehen.
Durch Systematik zum Erfolg
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass immer vom Einfachen zum Schwierigen übergegangen werden sollte. Damit ist gemeint, dass komplexe Übungen zuerst langsam entwickelt werden sollten, indem man die Spieler innerhalb einer Trainingseinheit bzw. -zeitraum darauf hinführt .
Um Trainingsübungen vorzustellen und zufriedenstellend umsetzen zu lassen, empfiehlt es sich zu Beginn die Aufgabe zu stellen und diese dann zu erklären. Danach sollte in jedem Fall eine Demonstration der Umsetzung erfolgen. Ob dies nun vom Trainer selbst oder von einem Spieler vorgemacht wird, ist in diesem Fall egal. Letztere Variante bietet sich an, wenn der Trainer sich die Umsetzung selbst nicht zutraut. Danach folgt die Umsetzung durch die Spieler und das damit verbundene üben, über, üben. Trainer sollten nicht vor dem Korrigieren bei Fehlern zurück schrecken. Dies ist sogar absolut notwendig, da sich ansonsten womöglich Fehler einschleichen, die später nur noch mühsam verbessert werden können. Allerdings muss das Ansprechen des Korrekturwunsches vernünftig erfolgen, sodass der Spieler weiß wie er es ändern kann. Die Aussage: “Das ist falsch mach es besser” bringen keinen weiter. Der Spieler macht es ja nicht absichtlich falsch. Nach dem Üben sollte dann die Aufgabe verändert bzw. die Schwierigkeit erhöht werden. Es folgt wieder die Erklärung usw.
Durch Anpassen von Tempo (schneller/langsamer), Spielfeld (kleiner/größer), Zahl der Mit- und Gegenspieler sowie der Regeln (z.B. Direktspiel, Doppelpass, ….) kann auf den individuellen Leistungsstand der Spieler und der Mannschaft eingegangen werden.
Das ideale Training – Eine STARKE LEISTUNG
En ideales Training stellt nach unserem Verständnis eine STARKE LEISTUNG dar. Folgende Eigenschaften und Maßnahmen assoziieren wir mit einem idealen Training.
Systematisch
Team bildend
Abwechslungsreich und Animierend
Regenerieren lassen (genügend Pausen einbauen)
Korrigieren
Einfach aber fordernd
Leistung fordern, anerkennen und fördern
Eigenverantwortung der Spieler entwickeln und stärken
Inspirieren (Anregen und Anreize schaffen)
Spielen, Spielen, Spielen
Tore erzielen und verhindern
Unterstützung geben (erklären, vormachen, korrigieren, aufmuntern)
Neues ausprobieren
Gefühl und Gespür mit einfliessen lassen
Viele Grüße euer Michi und David







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