Grundzüge einer Spielphilosophie
Nachfolgend wollen wir ein paar Regeln auflisten, die unserer Meinung nach ein erfolgreiches Team aber auch ein erfolgreicher Fußballer verinnerlicht haben sollten, um Spiele erfolgreich zu bestreiten. Selbstverständlich sind diese Grundsätze sehr abhängig von der Fußballphilosophie ( Spielphilosophie ) eines jeden Trainers und Vereins.
Zu Beginn möchten wir festhalten, dass die Kontrolle des Spiels und des Gegners von elementarer Wichtigkeit ist, da man somit sein Schicksal selbst beeinflussen kann und nicht von der Schwäche, Tagesform und Taktik des Gegners abhängig ist. Das Spiel dominieren heißt den Gegner in seine eigene Hälfte zu drängen und zu verunsichern. Aber auch das Kommenlassen des Gegners und Schaffen von Kontersituationen zählt dazu. Es ist ein Balanceakt, denn wird der Gegner zu stark in die eigene Hälfte gedrückt, mauert er und der erfolgreiche Torabschluss wird immer schwerer (Erinnerungen an Barcelona gegen Inter Mailand).
Eine alte Weisheit fordert den schnellen Torabschluß, denn somit wird dem Gegner wertvolle Zeit zur Organisation genommen, die man unbedingt ausnutzen sollte. Besonders zu empfehlen ist daher eine 2:1 Überzahlsituation sowohl in der Offensive als auch in der Defensive zu schaffen.
Des Weiteren sollte das Spiel über die Außen variiert werden. Hier gilt es flexibel zu agieren. Zwar stellt der Flankenlauf eine sehr wirkungsvolle und gefährliche Waffe zum Torabschluss dar, doch agiert man nur mit diesem Mittel werden sich die Gegner der Liga irgendwann darauf einstellen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Der Zug ins Innere oder das Spiel durch das Zentrum ist hier ebenfalls zu empfehlen und ergänzt das Angriffsportfolio einer jeden Mannschaft. Zudem sorgt ein ständiger Wechsel der Spielpositionen (in der Offensive) für mehrere Anspielstationen und verwirrt bzw. zermürbt (geistig und konditionell) den Gegner.
Das der Angriff die beste Verteidigung ist, ist zwar nicht immer richtig, aber dennoch sehr zu empfehlen, denn aus der gegnerischen Hälfte kann in der Regel kein Tor erzielt werden. Zudem ist es sehr gut wenn die eigene Mannschaft bereits in der gegnerischen Hälfte (am besten am gegnerischen 16er) den Ball erobern kann. Somit ist der Weg zum gegnerischen Tor kürzer und der Gegner hat weniger Zeit zur Organisation.
Diese Regel beinhaltet auch das ständige Pressing und aggressive Forechecking des Gegners. Mit diesem Mittel wird der Gegner zu Fehlpässen und Ballverlusten sowie zu einem unkontrollierten Spielaufbau gezwungen.
Um dies am besten Umzusetzen empfiehlt es sich ein offensiv ausgerichtetes Spielsystem bspw. mit 3 Sturmspitzen oder 1 Sturmspitze und zwei aggressiven Flügelläufern zu nutzen. Denn beachte es ist immer besser, dass der Gegner sich nach dir richtet und nicht umgekehrt.
Des weiteren sollte ein sauberes und schnelles Kurzpaßspiel und flache Bälle gepflegt werden. Denn hohe Bälle, die lange in der Luft sind, sind für den Mitspieler schwer zu verarbeiten und der Gegner bekommt somit Zeit sich zu sortieren. Auch die Ausdauer, eine hohe Laufbereitschaft und gute Technik der Spieler ist Voraussetzung um Spiele erfolgreich zu bestreiten.
Halte das Spiel schnell. Ziel sollte es sein keinen Ball unnötig ins Aus gehen zu lassen (Einwürfe, Abstöße). Wenn doch, muss der Ball schnell wieder ins Spiel gebracht werden (auch bei Freistössen speziell im Mittelfeld). Dadurch wird die mögliche Unordnung und Unterzahl des Gegners in der Defensive für schnelle Konterangriffe nutzbar.
Was haltet ihr davon? Wir freuen uns über eure Anregungen.
Euer David und Michi






Was meinst Du dazu?
Patrick schrieb am 17. Januar 2012 um 14:10 Uhr:
Hallo DVD Fussballtrainer!
Ein wirklich interessanter Artikel!! Zwei Spielsituationen bleiben aber leider unkommentiert. Wie sollte sich eine Mannschaft nach Ballverlust verhalten? Fallen lassen oder Gegenpressing oder beides zusammen? Und b, wie wenn der Gegner Abstoß hat? sollte man zustellen, sich ins Mittelfeld zurück ziehen oder auch bis vors eigene Tor?
Gruss Patrick
Tipps für erfolgreiche Fußballspieler schrieb am 21.01. 2012 um 20:59 Uhr:
[...] einige nützliche Hinweise diesbezüglich zur Verfügung gestellt. So haben wir unteranderem die Gründzüge einer Spielphilosophie, Zweck und Ziele des Fußballtrainings sowie die Notwendigkeit und Vorteile der Planung in der [...]