Die Spielvorbereitung – Nach dem Spiel ist vor dem Spiel (Teil 1 / 2)
In nachfolgender Serie möchten wir beschreiben wie eine Vorbereitung auf ein Spiel aussehen könnte. Diese Trilogie umfasst die folgenden Aspekte:
- Nach dem Spiel ist vor dem Spiel
- Wichtigkeit des Abschlusstrainings
- Am Spieltag
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel
Zur Vorbereitung auf nächste Spiel ( Spielvorbereitung ) bedarf es immer einer Analyse des abgeschlossenen Spiels. Dies sollte mit gewissem Abstand zum Schlusspfiff geschehen und objektib darstellen welche Fehler warum gemacht wurden. Ganz wichtig ist auch festzuhalten was besonders gut gelaufen ist und worauf man stolz ist. Dies sollte der Mannschaft und den einzelnen Spielern ebenfalls vermittelt werden. Zur Kommunikation der Analyse empfiehlt es sich zuerst das Negative und dann das Positive zu nennen, denn das letzt gesagt bleibt meistens am besten hängen und beeinflusst die Errinnerung an das Gespräch (Wurde mich etwas gutes gesagt oder nicht). Menschen hören lieber positive Nachrichten als negative, dennoch müssen negative Dinge angesprochen werden, damit sie abgestellt werden.
Versuche dabei so sachlich wie möglich vorzugehen, trenne Ergebnis von Leistung. Denn man kann auch gut gespielt und trotzdem, z.B. durch einen unglücklichen Gegentreffer in der Schlussminute, nicht gewonnen haben. Gute Hilfen dazu, insbesondere für die Gespräche mit den Spielern, sind einfache Aufzeichnungen, in denen z.B. für die Spieler Schulnoten vergeben und Besonderheiten bzw. Auffälligkeiten notiert werden. Dies kann bspw. enthalten
- “…hat sich nicht an seine Aufgabe gehalten und zeigte keinen Einsatz, oder „gab trotz vielen
- Fehlpässen zu Beginn des Spieles nicht auf, ließ keinen Torschuss seines Gegenspielers zu“etc.)
Stelle auch fest, wie sich die Mannschaft und einzelne Mannschaftsteile an die gestellten Aufgaben gehalten haben und was besonders auffiel (z.B. Unstimmigkeiten bei Standardsituationen / hohen Bällen, gutes Umschalten von der Defensive in die Offensive, etc.)
Auf Basis dieser Analyse sollte dann der Trainingsplan der nächsten Woche gestaltet werden. Dies kann bspw. ein verstärktes Torschuss- und/oder Zweikampftraining oder das Training des Verhaltens bei Standardsituationen umfassen. Es sollte aber nie der eigentliche Rahmentrainingsplan verlassen werden. Außer man stellt fest, dass dieser absoluter Blödsinn ist.
Wenn Spieler besonders aus dem Rahmen gefallen sind (Leistung und/oder Verhalten) suche das Gespräch mit ihnen. Finde heraus, was die tatsächlichen Ursachen sind (z.B. familiäre und/oder körperliche Probleme, unzureichende Vorbereitung, etc).
Hier geht es zu Teil 2:
http://www.dvdfussballtrainer.de/6015-die-spielvorbereitung-abschlusstraining-spieltag.html






Was meinst Du dazu?
Sandro Kiefer via Facebook schrieb am 17. Januar 2012 um 17:40 Uhr:
Nudelsuppe
Alexander Strack schrieb am 17. Januar 2012 um 17:53 Uhr:
Hallo zuammen!
Finde ich gut, eure Infos. Ich freue mich immer über eure Tipps, die mir stets weiterhelfen
!
Allerdings würde ich vorschlagen, dass das Feedback geben nach dem Spiel, bzw. das Feedback geben insgesamt, mit der sog. “Sandwich-Methode” erfolgen sollte:
Positiv beginnen, Negatives (Kritik) äußern und dann wieder Positives zum Schluss.
Das hat was was mit Unterbewusstsein und Denkweise des Menschen zu tun (u. a. Lymbisches Gehirn usw.)!
So habe ich es in meiner Business-Coach-Ausbildung gelernt und wende es auch – so meine ich mit gutem Erfolg – sowohl beim Fußball als auch im Beruf an.
Ich möchte hier wirklich nicht “Klug scheißen”
! Ich denke indes dass wenn man mit etwas negativem beginnt, der “Beklügte” evtl. direkt “zu macht”, in Verteidigungstellung geht und das Positive gar nicht mehr ankommt! Oder?
Mit besten Grüßen
Alexander Strack
Treuer Fan des DVD-Trainer-Teams
Die Spielvorbereitung - Abschlusstraining & Spieltag schrieb am 18.01. 2012 um 19:11 Uhr:
[...] zweiten wichtigen Baustein der Spielvorbereitung umfasst das Abschlusstraining. Neben der Analyse und Erarbeitung von Verbesserungspotentialen gilt das letzte Training als ideale Möglichkeit auf Besonderheiten und Vorgaben des nächsten [...]