Der erfolgreiche Fußballspieler – Vorbild & Teamgeist
Hallo liebe Fußball-Freude,
in den letzten Wochen haben wir uns sehr intensiv mit den Eigenschaften, dem Verhalten und Vorgehen des Fußballtrainers beschäftigt und einige nützliche Hinweise diesbezüglich zur Verfügung gestellt. So haben wir unteranderem die Gründzüge einer Spielphilosophie, Zweck und Ziele des Fußballtrainings sowie die Notwendigkeit und Vorteile der Planung in der Trainerarbeit angeführt. Nun wollen wir etwas mehr auf die Spieler von Fußballmannschaften eingehen. Wer das Buch von Philipp Lahm gelesen hat, muss dabei unweigerlich auf die Passagen gestoßen sein, in denen er unteranderem den Egoismus einzelner Spieler innerhalb von Mannschaften beklagt. Nach Philipp Lahm sind profesionelle Fußballspieler nichts anderes als Gladiatoren, die eine Mannschaft nur als Zweckgemeinschaft sehen. Im Grunde verstehen die wenigsten Spieler den Mehrwert des “Einer für alle und Alle für einen-Grundsatzes”.
Erinnert Ihr euch noch an die Szene, als Arjen Robben im Spiel Thomas Müller attackierte und ihm an die Gurgel ging? Ein absolutes Tabu. Ab diesem Moment wussten alle, in dieser Mannschaft rumort es. Ein solch unkontrolliertes Verhalten spaltet eine ganze Mannschaft. Von alleine wird sich diese angestaute Aggression innerhalb der Truppe nur langsam, wenn sogar nie, bereinigen. Ein solcher Konflikt beschäftigt die Trainingsarbeit über Wochen und beeinträchtigt Leistung und Ziele des Teams. Doch nicht nur im Profi-Fußball sind solche Missstände gegenwärtig. Auch der Amateur-Fußball wird oft genug von diesem Phönomen heimgesucht. Trainer pöbeln Spieler an, egal wie jung sie sind, Trainer pöbeln sich gegenseitig an, Spieler pöbeln Gegenspieler und ja sogar Mitspieler an, nur weil dieser bspw. den Ball nicht richtig gestoppt oder gespielt hat. All diese Ausmaße sind schlechte Zeichen für die Atmosphäre innerhalb einer Mannschaft, für den Charakter einer Mannschaft und vorallem für den Charakter eines Spielers.
Spieler müssen begreifen, dass sie nichts sind ohne ihr Team. Je früher diese Erkenntnis kommt desto besser für den Spieler, desto besser für die Mannschaft und desto besser für den Verein. Die nachfolgenden Beiträge richten sich nun an unsere Fußballspieler. Und vielleicht liebe Trainer könnt ihr diese Grundlagen ja auch von euren Spielern einfordern oder sogar in einer Besprechung vortragen.
Fußball ist ein Mannschaftssport
Deine Mitspieler können auf Dich verzichten, Du aber nicht auf sie!!
Liebe Fußballspieler es ist nicht wichtig welche Nummer oder welcher Name hinten auf dem Trikot steht sondern was vorne auf eurem Trikot steht – nämlich der Name des Vereins. Identifiziert euch mit dem Verein und versucht zu verstehen was es bedeutet für diesen Club zu spielen. Lernt die Menschen kennen die jedes Wochenende zum Zuschauen kommen, die die Trikots, Hosen und Stutzen waschen, die den Rasen und die Anlage pflegen und die Tag-ein Tag-aus alles für ihren Verein tun. Du, als Spieler dieses Vereins, spielst für sie und vertritts sie auf dem Platz. Beschähme sie nicht.
Die richtig guten Spieler stellen sich in den Dienst der Mannschaft und verzichten auf Eigendarstellung. Sie interessiert nicht wieviel Tore sie selbst geschossen haben sondern wieviele das Team geschossen hat. Hat dein Team mehr Tore als der Gegner geschossen und gewonnen? Wenn ja, dann freu dich und feiere mit deinen Freunden. Wenn nein, dann musst auch du nächstes mal noch mehr machen. Vielleicht hast du zwar alle Tore geschossen aber durch dein ausschließlich offensives Denken die Defensive vernachlässigt und immer wieder zugelassen, dass dein Gegenspieler immer wieder entscheidende Angriffe eingeleitet hat, die letzendlich zu Gegentoren geführt haben.
Hilf Deinen Mitspielern und bügel deren Fehler aus. Du wirst schnell merken, dass deine Mitspieler dies dann auch gerne für dich tun werden und dir auch in schwierigen Phasen helfen. Zudem halte dich an deine Aufgaben, denn dein Trainer hat sich etwas bei der Aufgabenverteilung gedacht. Wenn in der Mannschaft keiner macht was er soll, und jeder macht was er will, dann spielst du in einer „Gurkentruppe“.
Sei ein Vorbild
Verhalte dich auf dem Platz (gegenüber Gegen- und Mitspielern, Zuschauern, Schiedsrichter…) immer vorbildlich. Denke daran, es schauen auch jüngere zu, die sich deinem Benehmen anpassen und dir nacheifern. Spar dir deine Luft zum Laufen. Bedenke, dass Meckern dich in deiner Konzentration stört und meistens nur von eigenen Fehlern ablenkt. Vielleicht ist dir gar nicht bewusst, dass das ständige Fehler suchen und kritisieren anderer meist Folge der unterbewussten Unzufriedenheit mit der eigenen Leistung ist.
Nur schlechte Spieler foulen. Ab und zu kann es schon mal vorkommen, dass man den Spieler trifft und zu Fall bringt. Doch die Regel sollte es nicht sein. Versuche schneller zu werden oder besser zu antizipieren. Wer immer nur am Boden liegt und grätscht, kommt wenig zum Fußball spielen. Falls ein Spieler dich mit einem Trick oder einer Finte zum Narren hält und dich stehen lässt, akzeptiere dies und versuche nächstes mal nicht wieder drauf reinzufallen. Versuche ihn zu überlisten aber nicht ihm das Bein zu brechen. Nur auf dem Platz hilfst du deiner Mannschaft (Platzverweise helfen nur dem Gegner).
Gute Spieler brauchen keine üblen Tricks wie „Schwalben“, etc. Auch der Einsatz solcher Mittel ist langweilig und unehrenhaft. Wer kann sich denn wirklich über einen solchen Sieg freuen.
Und zu guter letzt, lass den Schiedsrichter in Ruhe. Ohne Schiedsrichter geht es nicht. Er braucht ja nicht gleich dein Freund zu werden, aber behandle ihn mit Respekt und mache ihn dir nicht zum Gegner.







Was meinst Du dazu?
Simon schrieb am 21. Januar 2012 um 18:42 Uhr:
Da bin ich ganz deiner Meinung. Ich hab aber zurzeit folgendes Problem:
Das erste Halbjahr der Letzten Saison hab ich mir für die Manschaft den Arsch aufgerissen, da ich der Beste war. in der Zweiten Hälfte hab ich durch eine Operation einiges an Leistung verloren und meine Psyche ist im Keller. Ich dachte mir wofür ich das alles eigentlich mache. Ich hab 5 bis 10 mal die Woche trainiert und die anderen höchstens 3 mal.
Jetzt bin ich zu dem entschluss gekommen dass ich meine “Karriere” beende (im 1. Jahr der B-Jugend).
Marco schrieb am 21. Januar 2012 um 19:51 Uhr:
Hallo Simon,
warum das denn. Nur weil es jetzt nicht mehr so läuft. Nach einer OP ist es ganz normal, dass man nicht gleich wieder voll im Saft steht. Hast du Freude und Spaß am Fußball? Versuche dein altes Niveau wieder zu bekommen. Wenn du jetzt aufhörst und in zwei Jahren plötzlich wieder lust bekommst, denkst du dann bist du besser, nach zwei Jahren nichts tun, Party entdecken und und und? Bleib lieber jetzt dran und sei fleißig. Belohn dich selbst, du wirst sehen wie stolz du auf dich selbst bist, wenn du wieder zu alter stärke gefunden hast.
Ich wünsch dir viel Erfolg und Spaß
Simon schrieb am 21. Januar 2012 um 21:39 Uhr:
Ja genau und diese Saison noch das Syndesmose Band gerissen
Ich werd warscheinlich eh weiterspielen da ich seit meinem 6. Lebensjahr für diesen Verein spiele und die mich jetzt brauchen(12 Mann Kader und 2 Rote Karten
).
Der erfolgreiche Fußballspieler - Erfolg mit Geduld schrieb am 27.01. 2012 um 18:53 Uhr:
[...] die vorangegangenen Beiträge zum erfolgreichen Fußballer an (Talent, Siege & Niederlage sowie Vorbild mit Teamgeist). Im Folgenden wollen wir dies abrunden und [...]