Hallentaktik Teil 1
Hallo liebe Freunde des DVD-Fussballtrainers,
Wieder einmal stehen wir mitten in der Winter- bzw. Hallensaison. Für die technische und taktische Ausbildung unserer jungen Fussballer ist dieser Teil der Saison sehr wichtig. Neben dem Hauptzielen, wie Spieleröffnung und Herausspielen über den Torwart als zusätzliche Anspielstation, gibt es weitere hilfreiche Themen die wir hier ansprechen möchten.
Ich erkläre Euch heute, welche sinnvollen Taktiken es im Hallenfußball gibt, damit man möglichst schnell zu einem sicheren Tor gelangt. Da wir mit unseren Mannschaften in Bayern spielen, habe ich mich an der bayerischen Hallenregel orientiert…
Viel Spaß dabei!
Euer David
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So, weil die Hallensaison begonnen hat, wollen wir uns mal ein bisschen um diese Hallentaktik kümmern, weil ich viele komische Sachen gesehen habe. Der erste große Fehler ist, dass meine Taktik im Verhältnis ein bisschen falsch verstanden worden ist. Man sieht auch bei allen Großvereinen, wenn der Torwart im Ballbesitz ist, dass er so da steht. Alle acht Spieler sind hier in der eigenen Hälfte. Das ist natürlich von der Raumaufteilung eine volle Katastrophe. Denn was mache ich? Ich ziehe mir meinen Gegner möglichst nah an mein Tor ran. Wenn der Gegner dann noch ein bisschen clever ist, dann stellt er dir die Leute nach innen hin zu und die stehen dann so. Du darfst den Ball ja nicht über die Mittellinie drüber spielen. Jetzt steht der Torwart von dem Großverein da und fragt: “Wen soll ich denn anspielen?” Dann spielt der den Ball genau da rein, versucht ihn irgendwie da rein zu bekommen und hopp ich verlier hier den Ball und lauf allein aufs Tor zu wenn es klingelt. Oder der Torwart haut, weil er völlig hilflos ist, den Ball einfach in die Mitte, damit der Gegner einen Freistoß bekommt. Damit sie sich wieder ins Zentrum formieren können um diese Gefahr zu umgehen. Da ist es offensichtlich, dass sie keine klare Anweisung des Rausspieles haben. Die Anweisung muss ganz klar sein, wenn Blau raus spielt, einen klaren Stürmer, der steht fast vorm Torwart. Einen Läufer, den nenn ich mal Läufer, es ist egal ob der links oder rechts steht, aber der lässt den Passweg zum Stürmer immer offen, der darf nicht zu sein. Also er darf sich nicht so reinstellen. Wenn der Gegner nicht total blind is,t stehen sie dem Ball näher. Also der würde sich nicht hinter ihn stellen. Dann wäre er ja doof. Sondern er stellt sich ein bisschen vor ihn. Und der stellt sich auch ein bisschen vor ihn. Da kommen wir dann auch gleich dazu. So, und jetzt konzentriere ich mich als Torwart, wenn ich den Ball hier abstoße, nur auf diesen Spieler. Die anderen interessieren den Torwart nicht. Da braucht der Torwart eine klare Ansage. Du nimmst den Ball und schaust den, nennen wir ihn mal Max, du schaust den Max an und sagst zu ihm “weggehen – kommen” und jetzt macht der Max nur Zack Zack, Anspiel, prallen lassen und das funktioniert immer. Das ist nicht zu verteidigen. Weil der hier agiert und er reagiert, das heißt da ist immer so viel Platz drinnen. Wichtig ist, dass ich den Ball nicht da rein spiele sondern gegnerfern anspiele. Wenn der Typ meint er ist clever, wer bestimmt denn wann der Ball gespielt wird? Immer der Spieler. “Hopp’” und wenn der sich jetzt so hinstellt, das es nicht mehr möglich ist, dann mache ich die Auftaktbewegung eben in die andere Richtung oder ich gehe einmal kurz und gehe dann lang, dann kriege ich den Ball hier rein. Dann stören mich diese Anderen auch nicht. Der Stürmer des Gegners würde es nie in Kauf nehmen, er würde sich nie so hinstellen, dass du dann hier so reinlaufen kannst und den Ball nehmen kannst. Der hat da immer eine kleine Panik davor, dass das passiert. Weil er kriegt ja Anschiss dafür. Also einfach auf dem Flügel stehen, weggehen, kommen, anspielen, prallen lassen. Immer auf den gegnerfernen Fuß. Und jetzt ist der Ball frei. So, und jetzt ist die Frage wie der Gegner auf das reagiert. Wenn der Gegner bei den Leuten bleibt, was eigentlich nur die Blindesten tun, tja dann laufe ich eben als Torwart los. Bis zur Mittellinie hin. Jetzt ist es interessant, was meine Stürmer tun. Die müssen natürlich jetzt, mit einer Auftaktbewegung, mit einer Freilaufbewegung, hier raus kommen und dann kriege ich den Ball und habe eine 1 gegen 1 Situation zum Beispiel. Wenn ich nachrücke, habe ich vielleicht sogar eine2i gegen 1 Situation oder eine 2 gegen 3 Situation. Das heißt dieses Spiel ist immer lösbar. So, jetzt gehen wir noch einmal zurück. Entscheidend ist natürlich, wenn ich jetzt als Torwart den Ball nach vorne gespielt habe und ich komme in diese Situation rein, wie sich meine anderen beiden verhalten. Da kommen wir dann zu diesem Thema. Das Zentrum ist jetzt offen. Also müssen die Spieler immer hinter dem Ball das Zentrum schließen und mein Torwart geht wieder mit zurück. Damit habe ich, wenn ich den Ball verliere, immer zwei Leute die das Zentrum absichern können. Wir kommen jetzt ein bisschen weiter, es gibt ja auch andere Situationen. Wir gehen da noch einmal rein. Wenn der Gegner sich jetzt richtig verhält. Du machst wieder dieses weggehen, kommen, anspielen, prallen lassen. Jetzt ist der Ball frei. Ein guter Gegner schiebt eben dann hier ins Zentrum rein und macht dicht. Damit du nicht nach vorne spielen kannst.
So und jetzt spiele ich ein Spiel, das nenne ich immer “locken”. Ich lasse den Ball hier reinlaufen, solange bis es meinem Gegenspieler zu bunt wird oder die Zuschauertribüne zu unruhig wird. Und das spürt man. Wenn du in einem Stadion den Ball hinten zu lange laufen lässt, dann hörst du das Pfeifen. Und irgendwann mal, werden diese zwei ungeduldig. Der Trainer schreit von hinten meistens “geht rauf” und dann habe ich genau diese Situation, dass das jetzt meinen Torwart volle Pulle unter Druck setzt. Da kann ich spielen, dann komme ich in die Überzahl hinein. Das ist der eine Fall. Dann ist beim Anderen klar, welche Ansage? Einschieben, Zentrum dicht machen für den Ballverlust. Du siehst ja schon, jetzt hast du zwei Leute hier im Zentrum hinter dem Ball. Das heißt, das Entscheidende ist das Einschiebe,n wie wir es auch auf dem Großfeld haben. Wenn du auf dem Flügel rausspielst und du siehst, oh da geht eine1 gegen 1 Situation, muss der Außenverteidiger schon wieder einschieben um das Zentrum zu sichern. Und die sechs die hinter dem Ball kommen. Einschieben, das ist in der Halle auch wichtig. Wenn du einen guten Verteilstürmer hast, der den Torwart richtig unter Druck setzt, nämlich aus dem Passweg heraus, dann ist für den Offensiven oder für den Läufer klar, ich muss genau in diesem Moment, und das ist eine Timingfrage – kann man trainieren – entgegen kommen, spiele den Ball an, lass ihn auf den hier prallen und dann bin ich in derselben Situation und schiebe den anderen ein. Das muss ich als Trainer steuern. Dass der Andere immer dahinter einschiebt. Also hier ist diese 3 gegen 2 Situation. Die ist immer lösbar. Immer lösbar. Und wenn ich nicht abwartend Fußball spiele, dann läuft das mit dem Eingraben auch über die 3 gegen 2 Situation. Ich weiß nicht, ob wir das schon einmal besprochen haben. Der Stürmer, das sollte einer sein, der das auch kann. Bei den kleinen Kindern wechseln wir ja durch, dürfen wir nicht vergessen. Der Läufer hat eigentlich mehr diese Freilaufbewegung, das heißt der macht, kommt entgegen. Der hier versucht das Eingraben zu machen und jetzt darf man nicht den Fehler machen, beim Eingraben, dass man sich von Anfang an so hinstellt und sich vor den Gegenspieler so reingräbt, dass der nicht nach vorne kann. Denn jetzt hat er viel Zeit und der Passweg ist sehr lang, viel Zeit sich vorne rein zu graben. Dann kommst du aber oft in diese Situation, er fällt dann hin und dann haben wir diese Situation. Die nicht optimal ist für uns. Also müssen wir sehen, dass wir die Zeit des Eingrabens verkürzen. Er hält sich also immer leicht hinter ihm auf, wie schon gesagt ein guter Verteidiger steht innen, näher zum Ball. Und jetzt muss ich hinter ihm so ein bisschen hin und her laufen. Steh mal kurz auf. Am Besten zeigen wir das mal schnell. Der Ball kommt jetzt von dort und ich bin jetzt der Stürmer der vor dem Tor steht. Du siehst ja schon, wie du dich plötzlich so umdrehst. Du findest mich nicht. Und in dem Moment, wo ich sehe der Torwart könnte jetzt spielen, komme ich nach vorne, und hopp grabe mich so ein und fordere den Ball. Somit hat er wenig Zeit, sich nach vorne zu krabbeln, weil er ja erst mal mit mir zurechtkommen muss. Und dann kommt sofort der Ball, in dem Moment wo ich vorne bin und mich eingrabe. Dann habe ich hier im Zentrum den Ball. Mit Rücken zum Tor. Jetzt haben wir genau dasselbe. Jetzt kann ich hier Druck nachlaufen und der Andere schiebt ein und dann habe ich hier eine 3 gegen 2 Situation. Wie die gelöst werden ist auch klar. Der lässt den Ball prallen. Was muss jetzt passieren? Normalerweise wird der Gegner den Ball seitig einschieben. Der muss sofort hier aus dem Flügel raus kommen, dass wir eine klare 3 gegen 2 Situation haben. Druck ausüben auf ihn, das bindet ihn und dann kommt der Ball quer, dann stehe ich vorm Tor, der läuft nach, quer, Pass, Tor, aus. Es heißt Hallenfußball ist absolut ausrechenbar. Das ist eine ganz einfache Geschichte. Wenn ich meinem Torwart eine klare Ansage gebe wie es geht. Ja, jetzt kommen natürlich die Schlaumeier die sagen, “oh mein Torwart ist ein Blinder und der kann da nicht rausspielen.” Ja, da muss er es eben lernen. Dann macht man eben Fehler, aber ich kann doch nicht argumentieren, ok wir spielen nicht das bestmögliche System, weil mein Mittelfeldspieler nicht so gut Fußball spielen kann. Oder weil mein Torwart da Fehler macht. Ja, der muss das lernen, das ist ein junger Kerl. Und ein noch nicht so guter Fußballer, dann muss ich eben einen guten Fußballer aus ihm machen. Und das jetzt zu dem Thema, die Raute macht folgendes, ich zeige es noch einmal kurz.
Pass auf, was ich gemeint habe, ist ja überhaupt nicht das Rausspielen gewesen, da gebe ich dir vollkommen Recht. Für mich ging es hier eher darum, wie ist es wirklich im Spielaufbau wenn der Ball bereits im Spiel ist. Da finde ich eben, dass du da mehr Möglichkeiten hast aktionsstark. Und im Prinzip dadurch, dass du ja dann sagst, du hast hier den Einen der dann mit Ball marschiert, aus der Situation raus. Und du hast einen klaren Stürmer und einen Läufer, dann überleg, schau es dir an, bist du der Raute sowieso relativ ähnlich, solange der Ball im Spiel ist.
Aber wenn du im Spielaufbau so stehst, dann nimmst du dir ja im Prinzip dadurch dass, wenn da nicht immer einer am Marschieren und einschieben ist, hab ich das Gefühl, da bleibt dann einer aus dem Spiel raus.
Es hat ja nichts mit Marschieren zu tun. Das Problem ist, was ich hier oft sehe ist, wenn der Gegner sich jetzt zurück zieht, warte mal hier. Hier ist eine Raute. Ich zeige es jetzt nochmal, damit du siehst was ich meine. Wir sagen jetzt mal der gelbe Gegner zieht sich zurück und du machst den Spielaufbau mit Raute. Wo kriege ich den Druck nicht hin?
Nach vorne.
Genau, da vorne rein. Auch wenn der nach vorne rein geht, ist der Passweg automatisch durch den hier behindert. Wenn wir jetzt halbwegs clever sind, wenn du so stehst, schiebt ihr hier nach innen ein und lenkt das Spiel immer nach außen. Und dabei habe ich keinen Druck im Sechzehner drinnen. Und welche Anspielmöglichkeit nehme ich mir auch noch? Du nimmst einen Spieler raus. Weil in dem 2-2 Spielaufbau stehst du nämlich so. Und jetzt richte dich mal danach, jetzt muss der da raus und die beiden müssen nach innen rein. Und was habe ich jetzt hier? Eine schöne 3 gegen2 Situation, offensiv. Plus Druck im gegnerischen Sechzehner. Deswegen, die Raute ist im Hallenfußball im Spieleraufbau eine Vollkatastrophe. Die dürfen wir nicht spielen.
Mir ging es aber jetzt darum, und das machst du ja hier auch, zum Beispiel was ich finde, was echt viel bringt, ist vorne dieses zentrale Abspielen. Und die schaffst du ja bei dir zum Beispiel trotz 2-2. Meine Frage wäre einfach nochmal David, wenn du das den Kindern beibringst. Der Gegner versucht dich, natürlich immer zuzustellen, der will immer Druck machen und das ist ja Jugendfußball, wie wir gesagt haben Druck machen ist super, weil du den Ball schnell erobern kannst. Wenn du diese zwei hier komplett weg schiebst, die Balljungs haben sich überhaupt nicht zu bewegen. Die bleiben da vorne. Der Ball kommt und dann geht es los. Und hier wird dieses 3 gegen2i Spiel gelöst. Ob der Gegner drauf geht oder nicht und das ist das Entscheidende. Bring deinem Torwart bei, wenn ich da Abschuss habe, weil der Ball hier abgegangen ist, konzentrierst du dich auf ihn. Wenn der Ball da abgeht konzentrierst du dich auf ihn und wartest nur, weggehen – kommen – anspielen – abprallen lassen. Wenn ich im Hallentraining bin lass ich eben 4 gegen 4 genau nach diesen taktischen Anweisungen spielen. Letzte halbe Stunde im Training wird genauso gespielt. Diese Positionen rotiere ich eben durch, indem ich sage “Wechsel”. Und dann rotiert das alles so rüber, jetzt habe ich den Torwart rausgelassen, den kann man auch mit rotieren. Weil den hast du auch mal als Spieler drinnen. Was natürlich auch eine absolut super Situation ist. Also Hallenfußball ist superausrechenbar, ganz einfach zu spielen eigentlich, ich brauche nur ganz klare taktische Anweisungen. Wie läuft er sich frei? Wie läuft er sich frei? Ich halte es immer für sinnvol,l wenn du hier in diese Drucksituation kommst, dass der hier angreift. Ist der Läufer nicht ganz so weit weg wie der Stürmer. Und der kommt in einer Freilaufbewegung, das heißt an den Gegenspieler ran und kurz mit dem Ellenbogen kurz schubsen, damit der ja nicht so vorne rein kommt. Das muss ich verhindern. Und dann muss im richtigen Moment eben der Ball aus dem Druck gelöst werden. Wird sofort prallen gelassen und dann habe ich genau das was ich immer habe. Die 3 gegen 2 Situation. Und das ist das Entscheidende. Der muss einschieben, der muss das Zentrum dicht machen. Das ist das aller Wichtigste. Die Spieler bleiben ja normalerweise nicht so stehen, die kommen mit zurück und der versucht hier mit reinzugehen. Und jetzt kann ich das ja auch abbremsen. Der verliert ja auch hier zum Beispiel beim Passspiel den Ball, Zack, der Ball kommt zu ihm und jetzt ist es natürlich entscheidend, wie er sich verhält. Das ist auch auf der Taktik DVD drauf. Wenn eine 2 gegen 1 Situation so bekomme. Was muss ich tun? Möglichst schnell in diesen Passweg hier rein und Torwart weit raus, damit er ihn vorne nicht rein spielen kann und ihn dann von der 2 gegen 2 Situation bremsen und in die 1 gegen 1 Situation zwingen, damit die Anderen zurück kommen können um zu spielen. Dass das Mal schief geht, dass die Jungs es einmal gemeinsam nicht hinbekommen, dass du ein Kontergegentor bekommst, ja das ist Fußball, das ist ganz normal. Wir machen alle Fehler und die werden vom Gegner bestraft. Aber mit diesem Spielsystem, wir haben auch am Wochenende gegen C- Jugendliche mit diesem System gespielt. Beim Rausspielen, und die sind dir körperlich klar überlegen, die kommen an die Kugel nicht hin. Es passiert eben dann, wir schießen aufs Tor und die haben so ein Kalb im Tor, und wir schießen eben noch wie die Micky Mäuse, dann wird der Ball abgefangen, der prallt ab und dann kommen wir in den Zweikampf rein. Da verlieren wir eben jeden Pressball, da verlierst du eben gegen die Älteren. Aber durch den Spielaufbau, wir haben immer unsere Tore geschossen dadurch. Du verlierst eben das Spiel dann 3:2 weil der entscheidende Zweikampf, wenn der Ball irgendwo runterplumpst, den verlierst du eben. Und dann klopft dir der Andere eben den Ball ins Tor. Wenn der aus 20 Metern schießt, da hat mein Torwart nicht gerade viele Chancen. Aber daran sieht man wie sehr dieses System eigentlich funktioniert. Und das ist dann, finde ich, teilweise peinlich, wenn der Torwart von dem Großverein, und da sollten ja eigentlich auch gute Trainer sein, wenn ich den dann so zustelle und dass der Torwart dann völlig planlos ist. Der schaut dich dann völlig hilflos an
Wobei man dem doch dann keinen Vorwurf machen kann oder?
Nein, der Trainer steht daneben und sagt ihm die Lösung nicht. Aber die Lösung brauche ich ihm ja jetzt nicht mehr sagen, jetzt ist es schon zu spät. Die hätte ich ihm schon wochenlang vorher im Training sagen müssen. Wie man sich als Torwart im Spiel richtig verhält. Wenn ich da die Lösung nicht habe und du dann als Großverein den Ball dann über die Mittellinie drüber klopfst, dann denke ich mir ganz ehrlich. Ich habe den kleinen Verein. Und die setzten deine Jungs so unter Druck, dass die hilflos sind. Wie kann das sein? Das geht nicht. Einmal davon abgesehen davon dass unser Niveau nicht recht viel schlechter ist.
Ganz kurz, umgekehrte Situation. Was machst du wenn der Gegner jetzt rausspielt?
Ganz einfach, das heißt der Gegner macht das jetzt clever, das heißt er geht nach vorne weg und dann sage ich natürlich meinen beiden Jungs, der darf eh nicht über die Mittellinie spielen. Also rutschen wir schon ein bisschen weiter nach vorne. Verteidigen den Raum, das heißt der Pass von hier da raus, da müssen die Jungs so stehen, dass du den Flugball nicht oben drüber bringst. Also wenn er oben drüber kommt, dass ich trotzdem hinkomme. Und dass die Pässe hier links und rechts nicht mehr funktionieren. Das Zweite ist, dass meine Spieler niemals die Anweisung haben, den Torwart zu attackieren. Wir attackieren den Torwart nicht, es sei denn wir sind in der Unterzahl. Also das heißt wenn er den Ball rausspielt, versuchen wir unter Druck zu setzen, wenn der Ball kommt, setzt er ihn unter Druck und er steht natürlich ballnah. Wenn der im Zweikampf verliert, dass ich dann mitmachen kann. Dann lässt er den Ball prallen, dann interessiert mich das Thema nicht mehr. Dann gehe ich zurück. Dann ziehe ich mich zurück, um das hier kompakt zu machen, damit rutscht der Gegner dann raus. Von mir aus so. Der muss natürlich immer versuchen, vorne zu sein. Und immer schauen, vorne beim Eingraben dann, dass ich entweder hier vorne rein reinkrabbeln kann oder das ich eben doppeln kann. Deswegen muss ich mich eben zurückziehen. Das heißt, wenn der Ball hier rein gespielt wird und der den Ball halten kann, komme ich hier mit Mann und Maus zurück und versuche hier den Ball zu erobern. Dann müssen sie hier wieder rausspielen. Dann kommen wir wieder in diese Situation rein. Man muss natürlich auch schauen wie die Abstände hier sind. Das ist aber eine Gefühlssache im Spiel. Das kannst du nicht immer vorgeben. Aber du musst eben auch deinen Innenverteidiger auch dagegen das Eingraben schulen. Dass ich mich eben nicht ganz hinstelle und der mich dann an der Hüfte packt und mit mir reingräbt, sondern das ich mit einer Hand hinten dran bin, ihn weghalte vom Tor und in dem Moment wo er den Ball quer legt, versuche ich mich mit dem Körper zwischen Körper und Ball reinzudrängen. Da kommen dann diese ganzen Verteidigungsstrategien wie eben “doppeln”, wie “wie verhalte ich mich gegen Eingraben”, “was mache ich mit meinem Torwart, kommt der mit raus und hilft mir so ein bisschen” zusammen. Das sind alles so Strategien die ich mir eben überlegen muss. Aber generell würde ich es so machen wie wir es vorher gezeigt haben, dass die Verteidiger ganz innen stehen und versuchen vorne rein zu kommen. Das Schöne an dieser Situation ist, müssen wir noch einmal zurückstellen, so die stehen hier innen und machen da dicht, hier ist der Ball, und da noch der Gegner, der bietet sich ja komischerweise immer so an. Finde ich ja immer witzig eigentlich, dass das immer so ist. Weil hier siehst du ja, ich kann sie in der gegnerischen Hälfte super eng und Druck machen. Das du hier, wenn man ihn hier vorne rein spielt, hast du immer den kürzeren Weg. Wenn er ihn hier an die Bande ran spielt, kommst du immer in diese Situation rein. Dass du Druck mit Bande ausüben kannst gegen ihn. Und kannst von oben doppeln. Das heißt, es ist eine super Situation. Deswegen finde ich auch die Raute auch nicht so gut, weil der Flügelspieler dann eben da sehr nahe an der Bande dran ist und die Bande, da wird einem ja immer erzählt, ja nutzt die Bande Jungs, ein guter Fußballer braucht die Bande. Das ist ein Schmarrn. Ein guter Fußballer will die Bande überhaupt nicht haben. Die ist ein absoluter Notfall. Wenn ich in diese Situation reinkomme, dass ich den Ball zu weit vorgespielt habe und der greift ihn an, dann spiele ich ihn an die Bande. Ein absoluter Notfall. Aber diese Pässe an der Bande entlang und solche Sachen, ich finde es furchtbar, ich verbiete es meinen Jungs immer, jetzt ohne Schmarrn. Ich muss schauen, dass ich hier, dieses hier, das der sich da draußen anbietet und ich spiele den Ball jetzt da die Bande entlang. Welcher Fußballer will hier beim Ball sein? Niemand. Da ist die Bande dabei, der presst mich an die Bande ran und ich habe keine Möglichkeit, den Ball in die Richtung wegzugeben und werde von oben auch noch gedoppelt.
Und dann am besten jetzt noch drehen und dann versuchen sich hier an der Bande durchzuwursteln.
Und das ist immer dieselbe Situation, er versucht sich dann hier an der Bande durchzuwursteln, da kommt der andere dann mit der Fußspitze hin, Ball prallt in die Bande und dann komme ich immer in diese Unterzahlsituation. Also das macht einfach keinen Sinn an der Bande entlang zu spielen. Deshalb sage ich meinen Spielern auch immer, wenn du dich anbietest, dann willst du hier innen den Ball haben, da willst du ihn haben. Jetzt kann ich den Ball ablegen auf jemanden der kommt. Ich kann mich da herum drehen, ich kann mich da herum drehen. Optionen hat man immer nur im Zentrum. Also ein guter Fußballer braucht in den seltensten Fällen eine Bande. Was anders ist es, wenn du hier unten eine Bande hast. Ich komm in diese Situation rein, dann ist es natürlich einfach, den Ball dahin zu spielen und hier nachzulaufen, Doppelpass und der Bande zu spielen. Es gibt schon Situationen, wo die Bande Sinn macht, aber das nur in den wenigsten Fällen. Ok, was wollte ich eigentlich noch sagen? Genau – das war das mit der Bande, dass das eigentlich ganz clever ist, wenn man so innen steht, das er dann an die Bande spielen muss und dass du dann in diese Bandensituation kommst wo du den Ball hin spitzelst und kommst dann wieder in die Situation rein. Oder wenn er eben nicht weiß wohin, dann haut er ihn eben einfach drüber und du bekommst einen Freistoß. Das Zweite was ich auch gesehen habe ist auch Wahnsinn, sind Freistöße in der Halle. Das werde ich mein Leben lang nicht verstehen, warum das noch nicht funktioniert. Der Gegner steht jetzt in etwa so. Und dann stell ich hier einen hin und jetzt machen die eigentlich immer dasselbe Spiel. Der legt den Ball vor, der läuft dann raus und dann gibt es einen Pressball. Das ist ja total dämlich. Also warum mache ich es denn nicht so, das heißt der steht immer da, hat den Fuß so oben, Er läuft mit Vollspeed an, und sagt “JETZT”. Dann wird der Ball kurz quer gelegt und dann reicht meistens ein Pass mit der Innenseite auf die Ecke, und das Ding ist drinnen. Aber so verhindere ich eben, dass der eben da 5 Meter raus kommt. Wenn der anläuft, das muss ich meinen Jungs noch beibringen, und die Schiedsrichter achten da immer nicht drauf. Und der kommt schon rausgelaufen, bevor ich den Ball berührt habe, dann breche ich die Situation eben einfach ab. Dann rolle ich den Ball einfach nicht raus und gehe einen Schritt zurück und sage, hallo die kommen aus der Mauer die ganze Zeit raus. So kann ich diesem Thema dann entgegen wirken. Aber so führt man Freistöße aus. Und deswegen muss ich meinen Jungs auch klar machen, also für mich ist es immer eine sehr peinliche Situation, wenn meine Jungs dann, ich habe es angesagt und der spielt den Ball vor und der kommt da hin und dann gibt es einen Pressball und einen Konter. Das ist für mich immer eine sehr peinliche Situation, wenn das in meiner Mannschaft passiert. Dann bin ich auch dann echt sauer, weil das wissen die, dass man das so nicht macht. Also das müssen wir auch den Jungs vermitteln. Gut, Hallenthema, noch jemand Fragen dazu? – Nein, ok gut, dann schließen wir das Thema Halle.
schließen






Was meinst Du dazu?
Thomas Weber schrieb am 3. Februar 2012 um 12:33 Uhr:
Hallo David,
die Idee in der Halle den Torwart ins Spiel nach vorne mit einzubeziehen und das die Stürmer(bzw. Läufer) beim Torwartball tief in der gegnerischen Hälfte sind shon gut. Nur in der Praxis gerade bei meine U12 ist es doch so das neben dem spieltaktischen Verhalten die Passgenauigkeit und das Fußballerische Vermögen bei diesem Spiel sehr wichtig sind. Da hat es sicherlich ein größerer Verein mit ausgesuchten guten Spielern einfacher wie jetzt ich mit der U12 eines kleineren Vereines.
Da ich seit vielen Jahren über 20 Jahre schon Jugendtrainer bin versuche ich mich so gut es geht weiterzuentwickeln aber ich habe auch schon oft bemerkt das Theorie und Praxis im Jugendbereich sehr oft weit auseinander sind.
Ich denke Du gibts mir Recht das oft die Umsetzung von Theorie in die Praxis schwierig ist weil manchmal der richtige Schlüssel fehlt wie gestalte ich das Training um den Schwerpunkt z.B. auf dein Ansatz eines Hallenspiels vom Torhüter aus für die Jugendlichen verständlich zu machen.
Mit sportlichem Gruß
Thomas Weber
Michi schrieb am 3. Februar 2012 um 16:03 Uhr:
Hi David,
als aller erstes muss ich Dir und deinem ganzen Team ein riesen Kompliment aussprechen. Die Videos von der Taktikcouch sind einfach nur genial. Verschiedenste Situationen, egal ob Hallentaktik allgemein, Verhalten bei Freistößen, Spielaufbau im 8+1 etc., werden von Dir präzise UND verständlich analysiert. Deine Taktikvideos haben mich als Trainer auf alle Fälle viel weiter gebracht, viel mehr als alle DFB-Lehrgänge zusammen, so deutlich muss ich das leider sagen
.
Ich muss immer wieder lachen wenn du von Situationen auf dem Fussballplatz berichtest, die bei mir/uns im Prinzip auch genauso passiert sind, so wie Du sie beschreibst (Wie in diesem Video z.B. mit dem Freistößen in der Halle).
Ich könnte hier noch viel mehr schreiben, will es aber erstmal dabei belassen.
Nicht unerwähnt will ich lassen das Eure DVD’s auch einfach nur Klasse sind, habe alle Zuhause.
Euch ein schönes Wochenende und macht weiter so, ich freue mich schon auf die nächsten Videos.
–>Vielleicht wäre es möglich das Ihr einmal ein Video darüber machen könntet wie sich die Mitspieler bei einem Abstoß/Abschlag des Torwarts verhalten sollen, wenn nicht die Möglichkeit besteht den Ball sauber hinten rauszuspielen. (Also sollen meine Mitspieler das Spiel breit machen oder dicht stehen? Wo steht mein Stürmer (speziell im 4-3-1)? Welche Möglichkeiten gibt es sonst?
Jörg schrieb am 3. Februar 2012 um 16:06 Uhr:
Hallo David,
in unserem Landesverband (FV Rheinland) wird Futsal in der Halle gespielt. Zwar leider nach den gleichen Regeln wie in den FIFA Statuten. Was im Kinderfutsal zwar nicht wirklich Sinn macht – aber das ist halt so. Der Einsatz des Futsalballes und auch das Verbot der Grätsche, machen durchaus Sinn – nur ist der Torwart bei den Kids dadurch weitestgehend aus dem Spiel genommen. Insofern wäre es auch mal interessant, sich auszutauschen, welche Varianten du taktisch nach Futsalregeln, in Bezug auf verschiedene Spieleröffnungen, vorschlagen würdest.
Gruß Jörg
Benni schrieb am 4. Februar 2012 um 00:07 Uhr:
Hallo, ich finde das im großen richtig gut, was du sagtst. Nicht nur hier, sondern grundsätzlich schaue ich mir deine taktischen Sachen an.
Taktik ist auch mein Steckenpferd, und gerade in der Halle sind wir taktisch (ich habe eine sehr leistungsstarke U13)oft deutlich überlegen.
Ich habe aber 2 Anmerkungen bzw. Fragen:
1) Hat mein Torwart den Ball lasse ich das SPielfeld groß und breit machen. Ich habe nur einen Unterschied zu deiner AUfstellung, und das ist der “Läufer”.
Den postiere ich mit Absicht genau in die Mitte ein paar Meter vor meinen Stürmer.
Schafft meine MAnnschaft es über die ABwehrspieler die Situation zu lösen und mein Team hat nun die Möglichkeit über die Mittellinie zu spielen, dann soll der Läufer schräg wegstarten, so das der Passweg zum Stürmer frei wird. (Oder, wenn sein Gegenspieler nicht mitläuft, wird er selber frei.)
Das hat den Vorteil, dass ich a) meinen Abwehrspielern mehr RAum gebe um vom Torwart vorwärts angespielt zu werden.
Und b) ist der gegnerische SPieler, der meinen Stürmer deckt, meist nicht auf den Pass zu diesem vorbereitet, da ja der Passweg die ganze Zeit zugestellt ist.
2) Mittlerweile nach 2,5 Jahren kennen unsere Gegner unseren SPielaufbau.
Und genau, wie wir auch teilweise sehr offensiv verteidigen, beim Torabstoß, machen es unsere Gegner und zwar:
Da der Torwart nicht über die Mittellinie spielen darf, lassen meine Gegner auch ihre ABwehrspieler an der Mittellinie, ganz gleich, wie groß meine Stürmer das SPielfeld machen.
DIe Stürmer versuchen, auf jeden Fall das Anspiel zu den Abwehrspielern zu verhindern, Auftaktfinte hin oder her, der kurze Pass vom Torwart wird angegriffen, da sich die Abwehrspieler ja kaum nach vorne lösen können, denn dort sind ja die beiden Abwehrspieler und stellen den Raum zu und nehmen diese sofort auf.
Ich hoffe das war verständlich.
Meine Frage:
Was mache ich dann? Bzw. Was würdest du dann machen?
Gerade in eher kleineren Hallen, ist das selbst bei größter Qualität schwer fussballerisch zu lösen, wenn der Gegner derart offensiv und qualitativ gut verteidigt.
(Mir ist schon klar, dass ich wirklich großes Niveau vorraussetze, aber bei Spielen zwischen uns und 2-3 Gegnern ist das in der U13 zu sehen.)
Benni schrieb am 4. Februar 2012 um 00:38 Uhr:
So, habe mir das Video nochmal angesehen.
Ich bin in so vielen Dingen absolut deiner Meinung.
KLeinigkeiten mache ich anders, aber das ist dann Philosophiefrage.
Die seitliche Bande ist Mist, das hören auch meine Spieler.
(die Hintertorbande ist dagegen sehr gut nutzbar).
Auch das mit den Freistößen.
Die vielen Kleinigkeiten, spieltaktischer und individualtaktischer Natur, müssen geschult werden.
D.h. ich muss den Kindern Möglichkeiten aufzeigen, aus denen sie dann wählen können.
Ich finde, ganz gleich welche SPielstärke eine Mannschaft bzw. die SPieler haben, man muss sehen können:
a) Wie will diese Mannschaft sich Torchancen erspielen?
und
b) Wie will man verteidigen?
Gerade im Hallenfussball ist das gut vermittelbar.
Hier erkennt man (die wenigen) guten Trainer.
Und ich gebe dir recht, ich trainiere einen Lizenzverein, auch die meisten Bundesligisten haben wenig Konzept in ihrem Hallenfussball.
Bayern U13 z.B. lebt nur von ein paar guten Einzelspielern plus einem überragendenden Einzelspieler.
Leider wohne ich weit weg von München, sonst hätte ich großes Interesse, bei so einer “Taktikschulung” mal live dabeisein zu dürfen.
So hoffe ich, dass du weiterhin solche Videos, also zu taktischen Dingen, hier bereitstellst, die ich mir regelmäßig anschaue.
Chris schrieb am 4. Februar 2012 um 23:26 Uhr:
“Meine Frage:
Was mache ich dann? Bzw. Was würdest du dann machen?
Gerade in eher kleineren Hallen, ist das selbst bei größter Qualität schwer fussballerisch zu lösen, wenn der Gegner derart offensiv und qualitativ gut verteidigt.”
wenn der gegner deine hälfte komplett zustellt, dann muss deren freie hälfte attackiert werden. per direktspiel euren torwart mithilfe eines “grundlinienspielers” freispielen und sofort einen hohen ball in die gegnerische hälfte spielen, wo deine 1-2 (je nachdem) angreifer warten. das machst du 2-3 mal, dann ist das mit dem zustellen normalerweise auch gegessen.
Chris schrieb am 4. Februar 2012 um 23:31 Uhr:
zusatz:
der pass vom grundlinienspieler (oder in dieser situation eher diagonal aufgestellt) unmöglich verhindert werden, sofern auftaktbewegung und gegnerentfernter fuß halbwegs beachtet werden.
Benni schrieb am 5. Februar 2012 um 00:09 Uhr:
Langer Ball, das verstehe ich und ist logisch. Aber man hat ja nun leider die Regeleinschränkung “Mittellinie”.
(Das ist bei uns auch draußen ein immer größerer Faktor. Wir spielen 7+1 mit “Mittellinieregel” und die Spieleröffnung nimmt einen extrem großen Faktor ein, wenn die besten Teams gegeneinander spielen. Da wird der Gegner gelockt, kurz zur eigenen Ecke zu spielen, um dann gigantisch diesen Pass zu attakieren. Mit der ganzen Mannschaft, wobei der Spieler in der Nähe genauso weit wegsteht/”den Gegner lockt”, dass er einen weiten Schlag blocken kann. Das ganze Team ist bereits so positioniert, also sehr hoch, dass das Herausspielen kaum möglich ist.
Bedingt wird das ganze, durch die eher kleinen Spielfelder/oft nur ne Hälfte in einem SPielfeld mit Mindestmaß bei uns.)
Aber trotz Auftaktbewegung, kann das sehr wohl verteidigt werden. (Eventuell kein ganzes Spiel aber schon in einem Großteil eines Spiels).
Wenn der Gegner darauf eingestellt, dass der Abwehtspieler zur Grundlinie weg will, um dort den Ball zu bekommen, dann kann man Lauffinten/Auftaktfinten machen, wie man will, man kommt nicht so weit weg vom Gegner, dass dieser nicht sofortigen Druck auf den Ball hat.
Nach vorne weg, also dort wo die Finte/Auftaktbewegung hingeht, stehen ja die anderen beiden Gegner, deshalb muss dieser Laufweg nicht 100% mitgegangen werden.
Chris schrieb am 5. Februar 2012 um 00:39 Uhr:
du vergisst die sperrzone strafraum und den gegnerentfernten anspielfuss. solange der körper zwischen ball und gegner ist, kann er den ball nicht hergeben. der ball soll ja auch direkt zum tw zurückgespielt werden. der wiederum spielt auch direkt in die andere hälfte.
http://www.abload.de/img/unbenannt5kdwj.jpg
stellst du dich so auf, dann werden die zwei freien abwehrspieler sich an mittellinie postieren. falls die sich weiter vorne postieren..schickste eine dankeskarte hin
alternativ kannst du dich auch im “2-1-1″ postieren, wovon der hängende spieler sich andauernd horizontal vor den abwehrspielern anbietet(roter bereich), damit beide abwehrspieler “beschäftigt” sind.
Lubi schrieb am 13. Februar 2012 um 16:10 Uhr:
Im Kinderfußball scheitert die Raumaufteilung oft an der Mittellinie. Die Kinder entgegnen, dass sie sich nicht hinter der Mittellinie anbieten, weil der Torwart doch sowieso nicht rüberspielen kann. Was kann man den Kindern entgegnen?
Meine Begründung, dass die zuerst angespielten Kinder, dann den Ball rüberspielen können, reichte ihnen nicht.
Lui schrieb am 3. März 2012 um 22:32 Uhr:
Ich finde die vorgestellten Taktiken im Grunde sehr gut.
Allerdings scheitert das Ganze doch eigentlich an der Mittellinienregel. Dann stellt der Gegner sich einfach mit allen Spielern in meine Hälft. Dann ist auch nichts mehr mit kurzer Auftaktbewegung, weil selbst nach dem ersten überspielten Gegner sofort der zweite schon da ist.
Uns “Sperrzone” Straftraum, so wie es ein Vorredner sagte, verstehe ich nicht. Auch der eigene Mitspieler muss sich beim Abstoß außerhalb der Strafraums aufhalten