Schnelligkeitstraining Schnelligkeitsübungen
Hier werden Trainingsübungen zur Verbesserung der Schnelligkeit gezeigt. Dabei gibt es drei Arten von Schnelligkeitsübungen. Zum einen Übungen für das Fußballtraining, welche vorwiegend die Steigerung der Schnellkraft zum Ziel haben. Man spricht dabei auch von der Verbesserung der azyklischen Schnelligkeit. Unter der azyklischen Schnelligkeit versteht man die Fähigkeit, einzelne Bewegungen wie Sprünge, Antritte oder einen Torschuss mit maximaler Geschwindigkeit durchzuführen. Im Fußballtraining steht in dieser Trainingsstufe die Verbesserung der Schnellkraft an erster Stelle, da diese maßgeblich dafür verantwortlich ist, die ersten Meter für sich zu entscheiden. Egal ob mit oder ohne Ball – die Schnellkraft ist eine absolut leistungslimitierende Eigenschaft im Fußballsport.
Der zweite Bereich der Schnelligkeitsübungen hat in erster Linie die Verbesserung der zyklischen Schnelligkeit zum Ziel. Die zyklische Schnelligkeit beschreibt die Fähigkeit, eine Folge von Bewegungen mit gleichem Ablauf mit höchster Geschwindigkeit durchzuführen. Dabei ist v.a. die Frequenzschnelligkeit von großer Bedeutung. Das Ziel im Fußballtraining muss sein, den Spielern maximale Frequenzen im Laufsprint anzutrainieren. Im Fußball entscheiden nun mal die ersten Meter, man hat fast ausschließlich schnelle Antritte mit kurzen kleinen Schritten. Ein langer Sprint ähnlich dem eines 100 Meter Läufers kommt nur sehr selten vor. Der Schwerpunkt sollte also ganz klar auf der Verbesserung der Frequenzschnelligkeit liegen. Der eigentliche Laufsprint ist aber nicht ganz zu vernachlässigen. Hierbei sollte v.a. Wert auf eine saubere Lauftechnik gelegt werden. Wer eine gute Lauftechnik besitzt, wird seine Sprints im Spiel ökonomischer gestalten können und so mehr Wiederholungen von maximalen Sprints schaffen als zuvor.
In einer dritten Trainingsstufe gilt es die Reaktionsschnelligkeit und die Aktionsschnelligkeit mit Ball zu verbessern. Bei der Steigerung der Reaktionsfähigkeit sollte im Fußballtraining darauf geachtet werden, dass verstärkt mit optischen Reizen gearbeitet wird. Im Fußballsport kommen nur wenig akustische Signale vor, aber eben viele optische Reize (z.B. eine gewisse Spielsituation oder die Flugbahn des Balles). V.a. im Kindesalter sollte verstärkt mit optischen Reizen gearbeitet werden. Die Kinder lernen so auch ganz nebenbei, den Blick weg vom Ball zu nehmen und so ihre Spielumgebung zu beobachten. Der Begriff der Aktionsschnelligkeit erklärt sich von selbst – der Spieler muss natürlich im Fußballtraining lernen alle gelernten Techniken mit maximalem Tempo und unter höchstem Druck auszuüben. Daher sollte dies auch immer ins Fußballtraining mit eingebaut werden.
Es ist dabei sinnvoll mit der Stufe 1, also der Verbesserung der azyklischen Schnelligkeit zu beginnen. Nach ca. vier bis fünf Einheiten sollte dann Stufe 2, das Training der Frequenzschnelligkeit, folgen und nach weiteren vier Einheiten das Training der Reaktion und der Aktionsschnelligkeit. Wobei natürlich Mischformen durchaus möglich sind und v.a. bei Fortgeschrittenen erwünscht sind. Je komplexer dann die Übungen sind, je mehr Trainingsschwerpunkte in einer einzigen Übung integriert sind, desto größer bei bereits gut trainierten Spielern sind dann auch die Fortschritte.

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